Infoartikel

Die Veeh-Harfe ermöglicht problemloses Spielen vom Blatt

Konzipiert wurde die Veeh-Harfe in den 1980er-Jahren von Hermann Veeh. Der Sohn des Landwirts aus dem bayerischen Gülchs­heim war mit dem Downsyndrom auf die Welt gekommen. Die Liebe zur Musik war dem Jungen in die Wiege gelegt, doch das Erlernen eines Musikinstrumentes schien für ihn unerreichbar. Der Vater Hermann Veeh erinnerte sich an alte Saitenzupfinstrumente mit Notenschablonen. An den Fähigkeiten seines Sohnes orientiert, erfand er das neue Musikinstrument. Notenkenntnisse im herkömmlichen Sinn sind für das Spiel auf der Veeh-Harfe nicht erforderlich. Die für das Instrument entwickelte einfache und deutliche Notenschrift ermöglicht das problemlose Spielen vom Blatt. Hergestellt wird die Veeh-Harfe in enger Zusammenarbeit mit Werkstätten der Lebenshilfe und der Diakonie. Die Mitarbeiter erleben dort, wie sie ein Instrument bauen, das sie selbst spielen können. Veeh-Harfen sind vorzugsweise aus Ahorn oder Fichte. Sie unterscheiden sich im Tonumfang sowie durch zwei unterschiedliche Saitenabstände und sind chromatisch gestimmt. Durch Verschieben des Notenblattes wird die Tonart gewählt. Eingesetzt wird die Veeh-Harfe unter anderem in Kindergärten und Schulen, zur Therapie in Kliniken und sie bereichert den Alltag in Einrichtungen für Senioren.ank


Anzeige