Infoartikel

Digitaler Unterricht in den unterschiedlichsten Varianten

Nur die Kernfächer Deutsch, Englisch und Mathematik standen in den vergangenen drei Wochen auf dem digitalen Stundenplan der Klassen 8 bis 10 an der Teck-Realschule. Die Beschränkung auf diese drei Fächer hat ganz unterschiedliche Gründe: Zum einen handelt es sich um die Prüfungsfächer für die Abschlussklassen. Sie sollten deswegen am ehesten weitergeführt werden. Zum anderen ist das Unterrichten per Chatgruppe eben mit einem erhöhten Aufwand verbunden - zumal es noch nicht jahrelang erprobt ist. Folglich startete der Praxisversuch in der Krisenzeit nur in diesen drei Fächern.

Nicht alle Nebenfächer sind in gleicher Weise für den digitalen Unterricht geeignet. Kristina Günther unterrichtet außer Englisch auch Physik. „In der Schuie baue ich da regelmäßig meine Experimente auf. Das geht zuhause nicht, und es lässt sich auch nicht so gut vorführen.“

Im Fach Wirtschaft hat Stephanie David sogar die Coronakrise in einen Unterrichtsauftrag eingebaut: Hier sollten die Schüler im Nebenfach Tagesschau­nachrichten erstellen und per Video aufzeichnen, in denen es um die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona ging.

Sport und Kochen: Der stellvertretende Schulleiter Marlon Lamour nennt hier den umgekehrten Weg: Nicht die Schüler laden ihre Videos hoch. Vielmehr erhalten sie per Video Anregungen - für Trainingseinheiten oder für Kochrezepte. Letzteres kann sogar das Familienleben bereichern - wenn die Kinder einmal das Kochen übernehmen. Beim Ausprobieren können sich die Schüler allerdings durchaus filmen lassen und somit unter Beweis stellen, dass sie ihre sportlichen Übungen absolviert haben oder auch gerade dabei sind, die Rezepte in ein wirkliches Essen umzuwandeln.

Lob gibt es von Schülern und von Eltern. So schreibt Romy Schneider, die Elternvertreterin der Klasse 9c, an die Schulleitung: „Sehr gut finde ich, dass die Kinder sich täglich anmelden müssen, das schafft ein wenig Struktur in dieser Zeit, und dass die Lehrer die Aufgaben kontrollieren und uns Eltern informieren über den Stand der eingegangenen Arbeitsblätter.“ Schülerin Miriam Jarda aus der 10b schreibt: „Es funktioniert sogar richtig gut, weil man immer die Lehrer anschreiben kann, wenn man eine Frage hat, und sie nicht erst im Schulhaus suchen muss. Am meisten vermisse ich es, alle zu sehen.“ vol

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