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Drei Fragen an Andreas Hofer

Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027 Stadt Region Stuttgart (IBA27) spricht beim Neujahrsempfang der
Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027 Stadt Region Stuttgart (IBA27) spricht beim Neujahrsempfang der Linken Kreis Esslingen im Alten Gemeindehaus in Kirchheim unter Teck zum Thema „Soziale Stadt der Zukunft“

1 Sie fordern mehr Mut bei den Schwaben. Wie soll das aussehen?

Das hat viel mit den Rahmenbedingungen zu tun. Hier in der Region Stuttgart wissen viele Leute, dass es nicht mehr länger so weitergeht, gerade wenn wir an Energie und Mobilität denken. Vielleicht ist es eine Chance, dass man mit der IBA einen Denkraum öffnen kann, wo man gewisse Dinge spielerisch ausprobieren kann.

2 Sie haben immer wieder von Qualität im Bau gesprochen. Wie definieren Sie diese?

Da kommt viel von der Energie- und Nachhaltigkeitsseite, dass man in Lebenszyklen denkt. Eine langfristig denkende Genossenschaft kann sagen, wir investieren doppelt so viel in eine Fassade, wenn diese auch doppelt so lange hält. Das rechnet sich über die Zeit. Bauen ist eine unglaubliche Ressourcenschleuder. Die Langfristigkeit spielt eine große Rolle.

3 Wie funktioniert das mit den Gemeinschaftsräumen praktisch?

Da gibt es verschiedene Konzepte, abhängig von der Größe des Projekts. Wir haben eine alte Tradition, 1,5 Prozent der Fläche für Gemeinschaftsflächen zu reservieren. Bei einem kleinen Projekt ist das ein Gemeinschaftsraum, beim größeren ist vielleicht noch eine Fahrradflickwerkstatt dabei. Man muss diese Räume sorgfältig betreiben, sie müssen von der Verwaltung regelmäßig geputzt werden, da investieren wir ein wenig. pd

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