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Drei Fragen an GKW-Präsidentin Matt-Heidecker

Angelika Matt-HeideckerVerbandspräsidentin GKWOberbürgermeisterin Kirchheim
Angelika Matt-HeideckerVerbandspräsidentin GKWOberbürgermeisterin Kirchheim

1 Versinken die Kreis-Kommunen bald im eigenen Klärschlamm?

Klares Nein. Wir arbeiten mit den kommunalen Klärwerken an Lösungen für die Entsorgung des Schlamms. Im Sinne der Nachhaltigkeit suchen wir nach Möglichkeiten, Phosphor aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen.

2 Welche Rolle spielt die Politik beim Phosphor-Recycling?

Die Politik muss die kommunalen Zweckverbände unterstützen, vor allem bei Genehmigungsverfahren. In einem Bundesland wie Baden-Württemberg ist es Pflicht, die Wissenschaft zu fördern, um geeignete Verfahren zur Rückgewinnung zu finden. Kirchheim war Vorreiter, als es darum ging, medizinische Stoffe aus Wasser zu lösen. Hier muss die Landesregierung weiter vorangehen.

3 Wie sauber ist das Wasser im Landkreis?

Wir beziehen unser Wasser von der Landeswasserversorgung. Dieses ist besser kontrolliert, als das, was oftmals in Sprudelflaschen abgefüllt ist. Die Landeswasserversorgung ist vertrauensvoller Lieferant für Kirchheim. Ich trinke gerne Wasser aus dem Hahn. Aus dem Gemeinschaftsklärwerk leiten wir das Wasser nach der vierten Reinigungsstufe in den Ne­ckar. Trotzdem muss Wasser als kostbares Gut betrachtet werden. Im heißen Sommer 2018 stellten wir eine stark gestiegene Schüttung aus der Donau fest. Der Klimawandel ist angekommen und Wasser ist kein unendlicher Rohstoff. kry

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