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Drei Fragen an Ulrich Mors

Foto: pr

Einer der zehn Männer, die bei der Tafelrunde dabei sind, ist Dr. Ulrich Mors aus Weilheim. Der Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren ist Gemeinderat der Sozialen Bürgervereinigung, 59 Jahre alt, verheiratet und Vater von fünf Kindern.

 

1. Seit wann sind Sie dabei, und was hat Sie dazu bewogen, mitzumachen?

Etwa 2006, ein Jahr nach der Gründung, bin ich wegen eines Vortrags zu dem Thema „Warum sterben Männer sechs Jahre früher als Frauen und was kann „man(n)“ dagegen tun?“ angefragt worden - und dann wegen der Offenheit der Männer geblieben.

2. Soll die Männerrunde noch weiter wachsen?

Selbstverständlich sind Männer aller Glaubens- und Nichtglaubensrichtungen willkommen, auch weil wir sehen, dass viele ungern in die Kirche gehen. Wir sehen uns nicht als stramme evangelische Christen, sondern als Männer unter dem Dach der evangelischen Gemeinde. Deshalb bieten wir tatkräftige Mitarbeit an und versuchen, auf die Männer zuzugehen.

3. Wie verstehen Sie das Thema „Gott liebt Gerechtigkeit“?

Zu den philosophisch-theologischen Fragen „warum Gott das Böse in der Welt zulässt“ gibt es wahrscheinlich Dutzende Dissertationen. Wichtig scheint mir aber, die theologisch-philosophische von der persönlichen Ebene zu trennen. Ich maße mir nicht an, zu urteilen, was in letzter Konsequenz gut oder böse ist. Ich glaube aber, dass ich mich mit der christlichen Richtschnur ein bisschen mehr um das Gute in der Welt kümmern kann. Deshalb hat mir gerade in schwierigen Situationen meines ärztlichen Berufes der Glaube schon sehr geholfen. Natürlich würde ich diese abstrakte, spirituelle Sichtweise niemals Eltern eines leidenden Kindes hinwerfen. Da ist fürsorgliche Begleitung, Mitgefühl, vielleicht in einem späteren Moment „konkrete Auswege suchen“ angesagt. ack

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