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Ein Blick auf die Firmenhistorie

Im Jahr 1993 gründete Rolf Rilling in Ötlingen die Firma Bull und Bear. Das Angebot, das damals lediglich aus Marionetten und historischen Wertpapieren bestand, war von Beginn an gefragt. In gerade einmal sechs Monaten stieg die Zahl der Kunden derart an, dass das Unternehmen vom Keller in die Garage umziehen musste. Schnell nahmen Rolf und Karen Rilling eine Krawatte mit den Börsenfiguren Bär und Bulle ins Geschenkartikel-Sortiment auf. Ebenso eine Krawattennadel. Bei den Firmenkunden aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft kamen die Produkte an. Deshalb bauten die Rillings das auf die Klientel abgestimmte Angebot in den Folgejahren auf rund 500 Artikel aus, zu denen beispielsweise Finanzfachbücher oder T-Shirts gehörten.

Noch vor der Jahrtausendwende expandierte Bull und Bear ins Ausland. Es wurden Niederlassungen im amerikanischen New Hampshire und Zürich in der Schweiz gegründet. Außerdem zog das Unternehmen bereits 1995 von Ötlingen nach Weilheim und später nach Zell um, wo im Jahr 2001 schließlich 25 Mitarbeiter in dem Betrieb beschäftigt waren. Damals hatte Rolf Rilling schon Pläne für eine erneute Erweiterung in der Schublade liegen. Allerdings brachen ihm mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und der Euroeinführung nach eigenen Angaben in nur einem Jahr rund 80 000 Kunden weg. Mit Hilfe von gutem französischem Wein, der auf dem Flaschenetikett ironisch als „Château Migraine“ von der „Domaine Scharlatan“ angepriesen wurde, schaffte es Bull und Bear ab 2003 wieder aus der Krise.

„Anteil an dieser Entwicklung hatte natürlich die Tatsache, dass unsere humoristische Idee auf ein riesen Medienecho stieß und wir eine Auszeichnung für das beste Weinetikett der letzten 20 Jahre erhielten“, erzählt Rolf Rilling, der anschließend Geschenkpakete als Verkaufsschlager entdeckte.

Heute hat Bull und Bear rund 800 Artikel im Angebot, die bei einem breiten Publikum gefragt sind. Dazu gehören auch 60 bis 70 verschiedene Nudelsorten, die ab März um eine Variante ergänzt werden: Nudeln, die zu zehn Prozent aus Insektenmehl bestehen. Rilling jedenfalls schließt nicht aus, dass er künftig noch mehr Insektenprodukte anbieten wird. „Wir investieren damit in einen Wachstumsmarkt“, bilanziert der Firmenchef, der deshalb überaus positiv in die Zukunft blickt.dh

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