Kirchheim

Ein junger Wilder übernimmt den „Wilden Mann“

Gastronomie Mit Deny Scarlino als neuem Inhaber eröffnet die Szene-Kneipe morgen wieder im frischen Look.

Generationswechsel: Robert Ruthenberg (rechts) übergibt an Deny Scarlino. Foto: Jean-Luc Jacques
Generationswechsel: Robert Ruthenberg (rechts) übergibt an Deny Scarlino. Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Die Wiedereröffnung der Szenekneipe „Wilder Mann“ an der Kirchheimer Alleenstraße morgen um 19 Uhr läutet nicht nur das Ende der dreimonatigen Corona-Pause ein. Sie setzt auch den Schlusspunkt der Ära des bekannten Kirchheimer Gastronoms Robert Ruthenberg. Der 50-Jährige übergibt den Laden nach 15 Jahren an Deny Scarlino, der in den vergangenen zwei Jahren bereits die Betriebsleitung innehatte und nun auch die alleinige Verantwortung trägt. „Wehmut kommt nicht auf, es wurde Zeit, den wilden Mann in jüngere Hände zu geben“, sagt Robert Ruthenberg.

Was ihn beruhigt: Der 32 Jahre alte Deny Scarlino ist nicht nur studierter Informatiker und Webdesigner, sondern auch ein begeisterter Gastronom. Er kennt das Geschäft und bringt eine Menge guter Ideen ein, zumal er während des Studiums auch in Kalifornien war und dort ebenfalls die Gastronomie „studierte“. „Er weiß am besten, was das junge Publikum will“, sagt Ruthenberg, der auch die „Brennbar“ in Nürtingen abgegeben hat und sich nun auf das „Waldhorn“ in Kirchheim und das „Wirtshaus Garbe“ in Stutt- gart-Plieningen konzentrieren will.

Die Umstände des Generationenwechsels hätten allerdings leichter sein können. Kurz vor der offiziellen Übernahme am 1. April musste Scarlino wegen der Corona-Krise schließen. Die Zeit hat er aber genutzt, um Böden abzuschleifen, den Thekenbereich und die Elektrik zu erneuern. Das bekannte „Mongolische Barbecue“ gibt es auch weiterhin, man muss sich entsprechend der Regeln aber mit Maske anstellen. Thomas Zapp

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