Kirchheim

Eine Stunde kostet einen Euro

Ferienbetreuung Die Stadt Kirchheim hebt die Gebühren für ihre Angebote an fünf Grundschulstandorten an.

Schlossgymnasium. Dort findet die ganze Woche das Kifepro des Brückenhauses stattKinderferienprogramm
Schlossgymnasium. Dort findet die ganze Woche das Kifepro des Brückenhauses stattKinderferienprogramm

Kirchheim. Ferien sind für Kinder normalerweise die schönste Zeit. Für Eltern sind die Ferien dagegen häufig ein Problem - vor allem, wenn ihre Kinder noch im Grundschulalter sind. Deswegen gibt es in Kirchheim schon seit vielen Jahren Angebote zur Ferienbetreuung. Die Stadt hat dafür fünf verschiedene Standorte und drei unterschiedlich lange Betreuungszeiten: von 7 bis 13 Uhr, bis 14.30 Uhr oder bis 17 Uhr. Hinzu kommen Ferienprogramme von kirchlichen oder anderen freien Trägern. „Beides wird sehr gut angenommen“, sagte Michaela Göhler-Bald, die Leiterin der Abteilung Bildung, als es im Gemeinderat um neue Regelungen und neue Gebühren für die Ferienbetreuung in Kirchheim ging.

Die Gebühren sind erstmals seit 2011 wieder angehoben worden. Zudem sind sie jetzt klar nachvollziehbar: Eine Betreuungsstunde während der Ferien kostet einen Euro. Außerdem sind pro Tag zwei Euro für Materialkosten fällig und 3,50 Euro für das Mittagessen. Wer einen Stadtpass vorweisen kann, zahlt deutlich weniger: nur drei Euro für den gesamten Tag einschließlich Mittagessen - oder zwei Euro ohne Essen.

Weitere Neuerungen sehen eine Stornogebühr vor sowie Bearbeitungsgebühren für Änderungen oder Ummeldungen. Außerdem behält sich die Stadt jetzt vor, Kinder unter bestimmten Umständen ganz von der Teilnahme auszuschließen. Das wäre der Fall, wenn Eltern in der Vergangenheit nicht gezahlt haben, wenn sie ihre Kinder ohne Anmeldung vorbeibringen oder falsche Angaben machen. Die Betreuung steht schließlich nur Kirchheimer Grundschulkindern zu. Weitere Ausschlussgründe wären ein erhöhter Betreuungsaufwand, den ein Kind braucht, oder „wiederkehrende Gefährdung anderer Personen“.

Die Kirchheimer Familien-Bildungsstätte, die die Ferienbetreuung im Auftrag der Stadt koordiniert, hat dafür bislang 5 000 Euro pro Jahr erhalten. Dieser Betrag wird jetzt auf 7 000 Euro aufgestockt. Andreas Volz

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