Infoartikel

Engagierter Schäfer im Außenklimastall

Der Schafstall in Weilheim ist im Sommer 2014 eingeweiht worden. Sein Bau hat über eine Million Euro gekostet. Rund die Hälfte davon hat die Stadt selbst gezahlt, der Rest der Mittel kam aus einen Förderprogramm des Landes. Der Landschaftspflegestall soll helfen, die Schäferei aufrechtzuerhalten und die Kulturlandschaft zu schützen.

Konzipiert worden ist der Holz-Beton-Bau als Außenklimastall, der über Windschutznetze natürlich be- und entlüftet wird. Genau dieses Belüftungssystem hat sich nun als problematisch im Winter erwiesen: Mit den Netzen entsteht Schwitzwasser, ohne zieht es.

Jörg Schmid und seine Ehefrau Betina haben den Schafstall samt Schafweide in Weilheim vor zwei Jahren übernommen. Aktuell halten sie 1 300 Mutterschafe in Weilheim sowie in zwei Ställen in Owen, davon 1 050 Merino-Landschafe und 250 Schwarzköpfe. Neben dem Ehepaar Schmid arbeiten zwei fest angestellte Schäfer und ein Mini-Jobber im Betrieb mit. Auch eine Tochter des Ehepaars möchte nach ihrer Ausbildung mit einsteigen.

Mehr als nur „an die Schäferschippe hinstehen“ - das ist die Devise der Schmids: „Wir wollen den Leuten zeigen, was Landschaftspflege bedeutet“, sagt Jörg Schmid. So stehen 2019 einige Führungen an, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb. Der Betrieb beteiligt sich an der „Gläsernen Produktion“ und plant, sein im vergangenen Jahr gestartetes bauernhofpädagogisches Programm auszubauen. Jörg Schmid ist Beirat in der Viehzentrale Südwest und der Erzeugergemeinschaft Württemberger Lamm. bil

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