Kirchheim

Erinnern an Bücherverbrennung

Kirchheim. Der Literaturbeirat Kirchheim gedenkt am Freitag, 10. Mai, der Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933. Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Vortragssaal der Kirchheimer Stadtbücherei statt. Der Eintritt ist frei.

Der Abend wird von Dr. Michael Niemetz, dem Leiter des Museums zur Geschichte für Christen und Juden in Laupheim, gestaltet. Er spricht über die Entstehungsgeschichte des Museums und das Schicksal von jüdischen Laupheimer Bürgern im Dritten Reich. Laupheim war eine der größten christlich-jüdischen Gemeinden Württembergs - bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933, als aus einem friedlichen Miteinander ein Gegeneinander wurde.

Ein Thema des Vortrags ist der aus einer jüdischen Familie stammende, 1867 in Laupheim geborene Carl Laemmle, der nach Amerika auswanderte. Dort arbeitete er sich vom Laufburschen zu einem der ersten großen Hollywood-Filmproduzenten hoch. Laemmle verfilmte unter anderem den weltbekannten Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, der wie andere Werke auch der Bücherverbrennungen zum Opfer fiel. pm

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