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„Es gab mehr Buchungen, da man wieder seine Verwandten besuchen konnte“

Das Ateck-Hotel stellt derzeit keinen erhöhten Tagestourismus fest. „Zu uns kommen hauptsächlich Gäste, die auf Geschäftsreise sind. Doch die wurden zuletzt ja fast alle abgesagt“, erklärt Geschäftsführerin Melanie Strobel. Bei ihr fallen deshalb rund 80 Prozent des üblichen Umsatzes weg. Ebenso fehlen internationale Gäste. Froh ist die Geschäftsführerin jedoch, dass ihr Hotel in Kirchheim nicht mehr mit Corona in Verbindung gebracht wird. „Das ist kein Thema mehr, ganz im Gegenteil. Wir bekommen jetzt sogar mehr Lob als am Anfang.“ Hintergrund: Das Ateck-Hotel hatte Ende Februar Menschen aus Wuhan bei sich in Quarantäne aufgenommen. Doch von diesen Personen hatte niemand Covid-19.

Im „Fuchsen“ sieht es aktuell nicht arg anders aus. „Wir haben fast nur Hochzeitsgäste, aber deutlich weniger Buchungen“, sagt Friederike Kübler, Geschäftsführerin des Kirchheimer Hotels. Aufatmen konnte sie, nachdem zuletzt das Kontaktverbot wieder aufgehoben wurde. „Da kamen wieder etwas mehr, weil die Menschen ihre Verwandten wieder besuchen durften.“ Das habe inzwischen aber schon wieder nachgelassen. Ansonsten profitiert der Fuchsen - ähnlich wie das Ateck-Hotel - momentan am meisten von Geschäftskunden.

Der Württembergische Hof in Kirchheim ist normalerweise vor allem beim Oldtimer-Fliegertreffen auf der Hahnweide ausgebucht. „Eigentlich hätten wir in dieser Jahreszeit auch schon Touristen, aber zurzeit ist alles anders“, betont Martina Banzhaf. Die Leiterin des Gasthofes merkt nur bedingt, dass mehr Menschen in der Region Urlaub machen. „In den Ferien hatten wir Biker bei uns, die eigentlich in den Schwarzwald reisen wollten, doch die Alb war wohl letztlich verlockender.“leba

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