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Es werden mehr als 1500 Fahrgäste erwartet

Für zwölf stillgelegte Bahnstrecken in Baden-Württemberg existiert ein „sehr hohes Nachfragepotenzial“. Das hat ein Gutachten des Landes Baden-Württemberg zu 42 stillgelegten Bahnstrecken ergeben. In diese höchste von vier Kategorien fällt auch die Strecke Göppingen - Bad Boll - Kirchheim. Erwartet wird ein Aufkommen von mehr als 1500 Fahrgästen pro Schultag.

Separat untersucht wurde auch der Abschnitt Kirchheim-Weilheim ohne Durchbindung nach Göppingen. Die sogenannte „kleine Teckbahn“ schaffte es aber nur in Kategorie drei mit mittlerem Nachfragepotenzial. Demnach wären 500 bis 750 Fahrgäste pro Schultag zu erwarten. Untersuchen müsse man aber, so das Land, ob doch ein höheres Potenzial vorliege.

Jede Menge Fördermittel stellt das Land für die Reaktivierungs-Offensive zur Verfügung. Die Schienenverbindungen könnten die Region und die Wirtschaft im ländlichen Raum stärken und zur Verkehrswende und zum Klimaschutz beitragen, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Bis zu 96 Prozent Baukostenzuschuss stellt das Land für Streckenreaktivierungen in Aussicht. Bis Ende 2023 sollen auch Machbarkeitsstudien der Kommunen gefördert werden. Außerdem kündigte Verkehrsminister Winfried Hermann an, das Land übernehme die Betriebskosten oder zumindest Teile davon.

Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Kirchheim und Weilheim wurde 1982 eingestellt. Noch bis 1988 lief der Güterverkehr zwischen Weilheim und Holzmaden weiter. Zwischen Kirchheim und Holzmaden fuhren noch bis 1994 Güterzüge. Auf der Strecke Göppingen - Bad Boll fuhren noch bis 1989 Personenzüge.bil

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