Kirchheim

Finger weg von Dr. Google!

Ärzte sind genervt von Google-informierten Patienten, Medizin, Rettungsdienst, DRK, Doogle, Arzt, Diagnose
Ärzte sind genervt von Google-informierten Patienten, Medizin, Rettungsdienst, DRK, Doogle, Arzt, Diagnose

Ein Medizinstudium samt klinischer Erfahrung, das lässt sich nicht durch ein bisschen googeln ausgleichen. Auf den Gesundheitsforen treiben jede Menge Scharlatane und Panikmacher ihr Unwesen – wir Laien können die Spreu vom Weizen nicht trennen. Schlaflos geben wir zu nächtlicher Stunde harmlose Begriffe wie „Fieber“ oder „Kopfschmerz“ in den PC ein, um im Morgengrauen angstgepeinigt bei „Leukämie“ und mehr zu landen. Klar, die Symptome erkennen wir plötzlich alle an uns selbst, jetzt, in diesem Moment. Der Hausarzt hat‘s schwer, uns von diesem Trip wieder runterzuholen. Können wir ihm trauen? lautet die Frage, die durch unseren Kopf geistert, während er beruhigend von der wahrscheinlichsten Diagnose spricht.

Also: Finger weg von „Dr. Google“! Diagnosen sollten wir dem Fachmann überlassen, im Idealfall dem Arzt unseres Vertrauens. Das kann kein anderer sein als der Hausarzt. Jemand, der den Patienten kennt und dessen Risiken einschätzen kann. Jemand, der am Wohlergehen seiner Patienten interessiert ist, sich als deren Anwalt sieht. Zu solch einer Vertrauensperson ist Dr. Google keine Alternative.IRENE STRIFLER

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