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Firmengeschichte und Produkte

In der großen Halle steht schon vor dem großen Umzug einsam ein Bearbeitungszentrum – der Laie würde dazu Großmaschine sagen – hinter Planen geschützt. Dieses Zentrum kann drehen, fräsen und bohren und produziert so Spannsysteme mit hoher Produktivität: Die Belegungszeit hat sich um 80 Prozent reduziert. Mittlerweile steht das Pendant ebenfalls in Zell. Der Umzug hat also schon begonnen, abgeschlossen sein soll er Ende Juli.
Die beiden Bearbeitungszentren ersetzen elf Maschinen, die somit nicht umgezogen werden müssen. Allerdings werden 80 Apparate den Standort wechseln. Teilweise sind für den Wiederaufbau die Hersteller beauftragt.
„Wir sind ein traditioneller Betrieb, uns gibt es seit 106 Jahren“, erklärt Dieter Simpfendörfer. Die Ortlieb ­Präzisionssysteme GmbH & Co. KG wurde in Esslingen-Mettingen 1911 gegründet. In der Firma wurden Spannsysteme für Werkzeugmaschinen hergestellt.
„Seit der Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft der in Kirchheim ansässigen gemeinnützigen Wilhelm-Narr-Stiftung in den Jahren 1996 und 1999 kam die Lohnfertigung im Bereich der hydro-pneumatischen Komponenten von Lkw-Bremsen hinzu“, erläutert der Unternehmer. Zu den Kunden zählen die Firmen Bosch und Knorr-Bremse.
Nach der Jahrtausendwende hat Ortlieb mit der Entwicklung und dem Bau innovativer Antriebssysteme auf Basis von Planetenwälzgewindetrieben begonnen, einer Antriebstechnik aus der Raumfahrt. Seit 31. Dezember 2010 sind beide Firmen unter dem Dach der Ortlieb Präzisionssystem GmbH & Co. KG vereint. „Seitdem hat sich die Ertragssituation sehr positiv entwickelt“, freut sich der Chef.
Sein Unternehmen beschreibt er als einen der traditionsreichsten und renommiertesten Hersteller der klassischen Spanntechnik weltweit. „Zudem hat es sich in den vergangenen Jahren auch in der Antriebstechnik zu einem der globalen Technologieführer gemausert“, sagt Dieter Simpfendörfer. Sein Betrieb erreicht Jahresumsätze von 10 bis 12 Millionen Euro.
Die Produkte finden Absatz in den Branchen Werkzeugmaschinenbau, Automatisierungs- und Automobilindustrie. „Ein Umsatzanteil von mehr als 40 Prozent entfällt auf das Auslandsgeschäft, wobei der Löwenanteil des Exports wiederum den USA und China zuzurechnen ist“, verrät der Geschäftsführer.ih


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