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Gartenbesitzer bekommen kein Glyphosat ausgehändigt

„Bei uns ist Glyphosat seit Frühjahr 2018 nicht mehr im Giftschrank“, erklärt Markus Schweizer, Leiter des Kirchheimer „BayWa“-Markts. Unter dem bekannten Namen Roundup ist in seinem Markt aber weiter ein Unkrautvernichtungsmittel zu kaufen - allerdings mit dem Zusatz AC versehen. „Roundup ist nur der Name, der beibehalten wurde, es ist aber was anderes drin“, so der Marktleiter. AC steht für nichts anderes als Essigsäure. „Das Mittel arbeitet auf Säurebasis, egal ob mit Essigsäure oder Octansäure - das ist grob alles das Gleiche“, sagt er. Wird es auf die Oberfläche der Pflanze gesprüht, wird die äußere Wachsschicht zerstört. „Innerhalb von zwei Stunden wird die Pflanze welk. Das Mittel wirkt, geht aber nicht in die Wurzel, die Pflanze wird nur geschwächt. Deshalb ist eine wiederkehrende Anwendung notwendig, damit die Pflanze sich nicht ernähren kann“, erläutert Markus Schweizer.

In Kirchheim wird es zu 98 Prozent an Endkunden, also Privatpersonen verkauft. Das macht sich in der Gebindegröße bemerkbar, die immer kleiner wird und anwenderfertig ist. „Fast alle, die nach Roundup fragen, wissen, dass nicht mehr Glyphosat drin ist“, ist seine Erfahrung. Den Kunden sei klar, dass es das bequemste Mittel nicht mehr gibt. Deshalb gehen auch Fugenkratzer und Abflammgeräte regelmäßig über die Ladentheke. „Das Roundup AC hilft beispielsweise beim Giersch wenig, weil es die Wurzeln nicht abtötet.“ ih


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