Gemeinderatswahl 2019

Gerechtigkeit beginnt vor der Haustür

Wahl Demokratische und soziale Teilhabe ist für die Kandidaten der offenen Liste der Linken ein zentrales Anliegen.

Symbolfoto Wahl, Wahlurne
Symbolfoto.

Kirchheim. In Baden-Württemberg ist jeder Sechste von Armut betroffen oder bedroht. Kinder- und Altersarmut, prekäre Beschäftigung und fehlende kulturelle Teilhabe nehmen stets zu. Vor der „eigenen Haustür“ werden diese Konflikte konkret sichtbar. Die offene Liste der „Linken“ engagiert sich daher als neue soziale Kraft im Gemeinderat für eine solidarische Gestaltung des Gemeinwesens. Für eine transparente Kommunalpolitik, die in offenen Diskussionen mit den Bürgern gestaltet wird, will die Linke ihre Arbeit mit Initiativen und Vereinen, die sich in Kirchheim engagieren, verbinden.

Für mehr soziale und demokratische Teilhabe sollen in allen Stadtteilen und Quartieren öffentliche Räume für Begegnung und Austausch eingerichtet werden. Sollten diese nicht vorhanden sein, können Schulräume für Vereine, Initiativen und Gruppen geöffnet werden.

Gute Bildung ist ein Menschenrecht. Genauso, wie an öffentlichen Schulen kein Schulgeld verlangt wird, müssen Kitas für alle Kinder gebührenfrei sein. Die Partei setzt sich auch für ein kostenloses Schulessen und kostenlose Schüler-Tickets ein. Inklusion muss auch an Kirchheimer Schulen selbstverständlich sein - Angebote wie Schulsozialarbeit und schulpsychologische Unterstützung müssen ausgebaut werden. Ebenso muss lebenslanges Lernen durch kostenfreie Kurse unabhängig vom Einkommen möglich sein.

Alle Menschen sollen in Würde leben können. Dazu gehört ein respektvoller Umgang mit Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Strom- und Gasabschaltungen müssen unterbunden werden, denn keiner soll in seiner Wohnung frieren, im Dunkeln sitzen oder nicht kochen können, weil er eine Rechnung nicht bezahlen kann.

Kultur schafft Gemeinschaft, Austausch und Lebensqualität. Der Kulturetat Kirchheims ist aber im Vergleich zu anderen Städten sehr niedrig. Die Linke fordert daher die Stadt auf, in Zusammenarbeit mit Vereinen, Initiativen und den aktiven Künstlern ein kulturelles Leben zu entwickeln, das nicht kommerziell ausgerichtet ist und allen Bürgern zugänglich ist.

Im Kampf gegen prekäre Arbeit setzt sich die Linke dafür ein, dass die Stadt ausschließlich mit Firmen zusammenarbeitet, die sich an Tarifverträge halten. Ein solidarisches, soziales und kulturelles Kirchheim soll die Folge sein. pm

Anzeige