Infoartikel

Gespräche und Führungen sollen helfen, die Abläufe auf der Baustelle zu verstehen

Auch anonyme Texte gehören in Ötlingen zum Mittel der Auseinandersetzung. Einen Zettel am Ötlinger Rathaus, der ohne namentliche Kennzeichnung eines Autors den „hirnrissigen Kreisverkehr“ anprangert, hat Ortsvorsteher Hermann Kik absichtlich hängen lassen. Er hat aber eigenständig ein paar launige Verse hinzugefügt - unter anderem: „Ja, es stimmt - mit halbem Wissen ist man hi(r)n- und hergerissen. Anonym-polemisiert selten zu ‘ner Lösung führt.“

Probleme sieht Hermann Kik in den unterschiedlichen Interessen der Beteiligten auf einer so großen und lang anhaltenden Baustelle: „Da gibt es die Baufirmen, die ihren technischen Ablauf im Kopf haben und die wirtschaftlich arbeiten müssen. Allerdings hat der Verkehr oft einen völlig anderen Ablauf. Wir haben es hier mit einer Umleitungsstrecke für die Autobahn zu tun, mit einer Landesstraße, einer Kreisstraße und zusätzlich mit den Interessen von Anwohnern.“

Lösungen ergeben sich, wenn man sich im Gespräch austauscht. Manch einer, dem spontan die eine oder andere bessere Lösung für die Baustellen-Regelungen in Ötlingen einfallen würde, erkennt dann auch, wo die vermeintlich einfachere Lösung ihre Tücken hat. Ortsvorsteher Kik sucht solche Gespräche nicht nur, er bietet sie sogar an. Ob Gruppen- oder Einzelführung auf der Baustelle, Anmeldungen bei ihm sind unter der Telefonnummer 01 51/18 42 38 71 möglich.

Öffentliche Führungen in der Ötlinger Ortsmitte sind für Samstag, 1. August, vorgesehen, um 9.30 Uhr sowie um 10.30 Uhr. Bis dahin müsste der aktuelle Bauabschnitt so gut wie abgeschlossen sein. Wegen Corona mussten im Frühjahr und im Frühsommer solche Treffen ausfallen. Außer einer Baustellenführung gibt es am 1. August auch die Möglichkeit zu Gesprächen, sowohl mit der Verwaltung als auch mit Mitgliedern des Ortschaftsrats und des Gemeinderats. vol

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