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Granulat-Verbot ist noch in weiter Ferne

Eigentlich wollte die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) Anfang des Jahres das Ergebnis ihrer Untersuchungen zum Granulatgebrauch auf Kunstrasenplätzen bekanntgeben und der EU-Kommission einen Entscheidungsvorschlag vorlegen. Bisher ist das jedoch nicht geschehen. Gut möglich, dass sich der ganze Prozess aufgrund der Coronakrise auch noch um einige Monate hinauszögert.

Und selbst dann wäre ein Beschluss noch immer in weiter Ferne: Sollte das Verbot nämlich tatsächlich in Kraft treten, müssten die ECHA-Vorschläge zuerst von der EU-Kommission aufgegriffen und in Gesetzesvorschläge umgesetzt werden. Danach läge es noch am EU-Parlament und den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten, sich auf einen gemeinsamen Gesetzestext zu einigen. Im Fokus stehen dabei meist verhältnismäßige Maßnahmen, zum Beispiel, dass ausschließlich neue Kunstrasenflächen vom Verbot betroffen wären und ältere Plätze Bestandsgarantie genießen. max


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