Kirchheim

Grillfeuer und Geschichtenerzähler

Budenzauber Der Kirchheimer Weihnachtsmarkt öffnet heute seine Pforten. An rund 40 Ständen wird Weihnachtliches und Kulinarisches angeboten. Neu sind Grillstellen und ein Vorlesezelt. Von Marion Brucker

Stände locken wieder mit Geschenkideen und Gaumenfreuden.Archivfoto: Jörg Bächle
Stände locken wieder mit Geschenkideen und Gaumenfreuden. Archivfoto: Jörg Bächle

Heute ist es wieder soweit, der Weihnachtsmarkt in Kirchheim öffnet bis einschließlich 15. Dezember auf dem Platz vor der Martinskirche und in der Max-Eyth-Straße seine Pforten. Täglich werden von 11 bis 20 Uhr die fast 40 Stände geöffnet sein, außer sonntags, denn da geht es erst um 11.30 Uhr los. „Heimeliger“ soll der Markt diesmal sein und so haben sich die Verantwortlichen bereits im Frühsommer Gedanken gemacht, was anders werden soll. Dabei wurde schnell klar: Mit den Märkten in Esslingen oder Stuttgart könne man so schnell nicht konkurrieren. Zudem - ein Markt für Auswärtige, die in Scharen mit Bussen angekarrt werden würden, sollte es nicht werden.

Sagenhafte Weihnachten

Im Vordergrund sollen die Bürger Kirchheims und des Umlandes stehen. Unter dem Motto „Sagenhafte Weihnachten“, setzt die Stadt auf Neues und Bewährtes. So wird wie in den Vorjahren seit dem 1. Advent bis zum Heilig Abend am Rathaus um 17 Uhr Frau Holle aus einem der Fenster ein Märchen vorlesen. Wem‘s dabei etwas kalt geworden ist, der kann sich in diesem Jahr erstmals auf dem Platz an der Stadtbücherei an zwei Grillstellen aufwärmen. An der benachbarten Weihnachtsdörfli-Hütte gibt es bei Bedarf das passende Grillgut und wärmende Getränke dazu - Weihnachten auf rustikal.

Wer es lieber beschaulich mag, der kann sich täglich um 14 und 16 Uhr in einem Zelt vor dem Spital Geschichten vorlesen lassen. So sollen Heimeligkeit und Sagenhaftes vereint werden. Und wer es eher sportlich liebt, kann auf der städtischen Eisstockbahn vor dem Max-Eyth-Haus die Kräfte messen.

Im Mittelpunkt des Marktes stehen aber die fast 40 Stände mit ihrem weihnachtlichen und kulinarischen Angebot. „Es wird immer schwieriger, Händler für einen Markt in der Größe von Kirchheim zu finden“, erklärt Reinhard Segatz, der den Markt seit 1985 betreibt. Von damals sei von den mehr als 60 Händlern keiner mehr da. Am längsten sind Trude Brucker mit ihrer Holzkunst aus dem Erzgebirge und Süßwaren-Kreischer auf dem Markt. Und sie mussten immer wieder umziehen. Vom Platz vor der Martinskirche auf den Marktplatz, dann auf den Rollschuhplatz und wieder zurück. Nicht nur um den Standort, auch um die Gestaltung des Marktes gab es immer wieder Diskussionen.

Segatz‘ Vertrag geht bis 2020. Der 64-Jährige ist nach eigenen Angaben einer der wenigen, die den Markt gewerbsmäßig betreiben. Ansonsten stünden meist Gemeindeverwaltungen oder Vereine dahinter. Ob dies in Kirchheim auch so werden wird, wird sich zeigen. Pascal Bader löst nach 16 Jahren Amtsinhaberin Angelika Matt-Heidecker im März als Oberbürgermeister ab. Vielleicht bringt er ja neue Ideen für den Weihnachtsmarkt aus der Landeshauptstadt mit.

Anzeige