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Großer Auflauf nach Attacke mit dem Messer

Messerattacke in Kirchheim: Am Nachmittag ist heute in einer Wohnung am Wollmarkt ein 22-Jähriger von seinem Bruder niedergestochen worden. Er hat eine Stichwunde im Rücken erlitten und musste mit schweren Verletzungen per Hubschrauber in die Klinik geflogen werden.

Kirchheim. Großer Auflauf am Kirchheimer Wollmarkt, gegen 16 Uhr: Polizei, Feuerwehr, Notarzt, Rettungshubschrauber – und jede Menge Passanten, die wissen wollen, was passiert ist. Zeugen hatten gemeldet, dass sie in der Plochinger Straße eine blutverschmierte Person mit zwei Messern gesehen haben. Dabei muss es sich wohl um den 27-jährigen Täter gehandelt haben, der in einer Pressemitteilung der Polizei als „der offensichtlich geistig verwirrte Bruder des Geschädigten“ bezeichnet wird. Er habe „grundlos“ auf den Jüngeren eingestochen und sich später „noch in unmittelbarer Tatortnähe“ ohne Widerstand festnehmen lassen.

Weitere Hintergründe waren zunächst noch völlig unklar. Die Frage, was die Tat ausgelöst haben könnte, ließ sich so wenig beantworten wie die Frage, ob das Delikt „nur“ als gefährliche Körperverletzung einzuschätzen ist oder gar als versuchter Totschlag. Nur so viel war klar: Die Kontrahenten waren am Ende weit voneinander entfernt. Der eine war auf dem Weg in die Klinik, der andere saß auf dem Kirchheimer Polizeirevier und wartete auf die Vernehmung.

Die Bergung des Opfers hatte sich als schwierig erwiesen, wie Revierleiter Thomas Pitzinger vor Ort berichtete: „Im Treppenhaus war es so eng, dass die Feuerwehr mit der Drehleiter aushelfen musste.“ Zur Herkunft der Familie wollte er schon einmal möglichen falschen Gerüchten vorbeugen, indem er erklärte: „Sie kommen nicht aus dem Asylbewerberbereich.“

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