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Grünflächen – wo seid ihr?

Der Mangel an Grünflächen ist ein typisches Mittelstadt-Phänomen. Während es in Großstädten offensichtlich war, dass man sich Natur in Form von Parks ins Zentrum holen muss, spielte dieses Thema in kleineren Städten lange keine Rolle. Erst als die Städte in die Fläche gewachsen sind, hat man vielerorts gemerkt, dass künstliche Grünanlagen fehlen.

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Naherholungsgebiete sind genauso wichtig wie der Wohnungsbau selbst, findet der Kirchheimer Stadtplaner Gernot Pohl. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Kirchheim dazu entschieden, die Herrschaftsgärten nicht mit Wohnungen zu bebauen. „Kirchheim ist eine relative zugebaute Stadt“, stellt Pohl fest. Man dürfe trotzdem den Erholungsaspekt nicht aus den Augen verlieren.

Wie vereint man Wohnungen und Grünflächen? Gärten auf Häusern anzulegen, ist eine Möglichkeit – zum Beispiel dort, wo wirklich dicht aneinander gebaut wird. Dächer bergen verstecktes Potenzial. Ein berühmtes Beispiel für ein grünes Gebäude ist der „Bosco Verticale“ in Mailand. Seit Oktober 2014 gibt es dort zwei Hochhäuser, auf deren Terrassen und Balkonen insgesamt 900 Bäume und mehr als 2 000 Pflanzen gepflanzt wurden. sei/mona