Kirchheim

Gute Fotos machen die Zeitung lebendig

Redaktion Beim Teckboten legen sich engagierte Fotografen täglich ins Zeug. Sie hauchen dem Blatt Leben ein und sorgen dafür, dass die Menschen sich und ihr Umfeld wiederfinden. Von Irene Strifler

Fachleute hinter und in diesem Fall unter der Kamera: die Fotografen Carsten Riedl und Jean-Luc Jacques.Foto: Teckbote
Fachleute hinter und in diesem Fall unter der Kamera: die Fotografen Carsten Riedl und Jean-Luc Jacques.Foto: Teckbote

Was hinter den Kulissen einer Zeitung passiert, weiß kaum einer. Die Kampagne „Journalismus zeigt Gesicht“ der baden-württembergischen Tageszeitungen ist Anlass, die Arbeitsbereiche der Zeitungsprofis in einer kleinen Serie vorzustellen.

Zum „Gesicht“ des Journalismus im Allgemeinen, aber gerade auch des Teckboten im Besonderen, gehören Fotos. Viele Jahre hat beim Teckboten Profi-Fotograf Jean-Luc Jacques mit treffenden Aufnahmen und wunderbaren Schmuckbildern die Zeitung bereichert. In Kirchheim und der Region ist der französische Schwabe bekannt wie ein bunter Hund.
Jean-Luc Jacques gehört auch jetzt noch zum Team, genießt aber an vier Tagen der Woche schon sein Rentnerdasein. Sein Amt in der Redaktion hat er offiziell an Carsten Riedl übergeben. Während Jacques im marokkanischen Fes geboren ist, stammt Riedl aus Erkenbrechtsweiler. Auch er hat den Blick fürs Detail und das Gefühl für Zeitungsfotografie. Darüber hinaus ist er für seine Tier- und Naturfotografien schon mehrfach ausgezeichnet worden.
Carsten Riedl ist nicht nur der Mann mit der Kamera und der Drohne. Er ist auch der Mann, der die Fotos plant, Ideen für symbolische Bebilderungen entwickelt und vor allem auch Terminkonflikte löst. Oft nämlich muss gleichzeitig an mehreren Stellen fotografiert werden. Das ist vor allem an den Wochenenden der Fall, wenn in vielen Sportarten gleichzeitig um gute Platzierungen und Rekorde gekämpft wird. Oft muss es auch schnell gehen, beispielsweise dann, wenn‘s im wahrsten Sinne des Wortes brennt und online aktuell berichtet wird.
Zum Glück springen jederzeit motivierte freie Fotografen für den Teckboten in die Bresche, an vorderster Stelle Markus Brändli. Aber das Team ist noch um einige Köpfe reicher. Eine ganze Reihe von Bildern senden auch Behörden, Vereine, Organisationen oder Leser selbst ein. Grundvor-
aussetzung für eine Veröffentlichung ist zum einen eine gute technische Qualität des Fotos. Außerdem muss klar sein, wer oder was abgebildet ist. Zu guter Letzt ist aber auch das Motiv von Bedeutung. Es sollte aussagekräftig sein, vielleicht auch mal witzig, und möglichst Menschen zeigen. Schließlich sind es die Menschen, die die Region ausmachen, und ihnen gebührt im Teckboten besondere Bedeutung. Das spiegelt sich auch in den regelmäßigen Umfragen zu aktuellen Themen, zu denen Fotografen und Reporter in die Fußgängerzone ausschwärmen.
In der Redaktion werden alle Bilder zunächst gesichtet. Die Fotografen geben eine Empfehlung ab, welchem Motiv sie den Vorzug geben würden. Aber das Ganze ist auch eine Platzfrage. Schließlich haben auf einer Zeitungsseite nicht unendlich Bilder Platz. Nicht selten lohnt sich der Klick auf www.teckbote.de. Dort finden sich bei größeren Anläsen oft Bildergalerien, die die große Ausbeute der Fotografen spiegeln. Der Layouter trifft letztlich die Entscheidung für die Printausgabe über Auswahl und Bildausschnitt, in der Technik werden die Aufnahmen bearbeitet. Im Sekretariat erhalten die Fotos aussagekräftige Schlagworte, damit sie auch künftig wieder auffindbar sind.
Natürlich geht die Redaktion verantwortungsvoll mit Bildern um, ganz besonders dann, wenn es um Unglücksfälle geht. Hier geht Moral vor Effekthascherei. Das war beim Teckboten schon immer so, und das wird auch so bleiben.


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