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Kommentar: Hallenfrage neu aufrollen

Der „Patient Limburghalle“ ist nicht mehr zu retten. Ob es nun das vernichtende Ergebnis der jüngsten Brandverhütungsschau war oder schlicht der intensivere Blick hinter die Kulissen der maroden Halle - jetzt räumen sogar Vertreter der aus der Bürgerinitiative „Pro Limburghalle“ hervorgegangen BDF ein, dass sich eine Generalsanierung nicht mehr lohnt. Vermutlich eher früher als später wird Weilheim seine Festhalle, das Lehrschwimmbecken und ein renommiertes Restaurant verlieren.

Eine erste Chance auf einen Hallen- und Bäderneubau ist mit dem Bürgerentscheid gegen die Kombihalle verstrichen. Angesichts der immensen Investitionen, die Weilheim in den kommenden Jahren an anderer Stelle bevorstehen, lassen sich Mammutprojekte wie ein Hallen- oder Bäderneubau kurzfristig auch kaum stemmen - weder planerisch noch finanziell.

Und trotzdem müssen sich Gemeinderat und Verwaltung möglichst bald Gedanken darüber machen, wie eine Zukunft ohne die alte Limburghalle und das Lehrschwimmbecken aussehen könnte. Fast fünf Jahre nach dem Bürgerentscheid bietet sich die Chance, die Hallen- und Bäderfrage noch einmal unter neuen Vorzeichen aufzurollen und Lösungen zu finden, die auf weniger Ablehnung stoßen als die Kombihalle und das Garten-Hallenbad - gut möglich allerdings, dass sie auch wesentlich spartanischer ausfallen. Bianca Lütz-Holoch

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