Infoartikel

Hinweise des Psychologen Emir Ben Naoua

Emir Ben Naoua. Foto: pr
Emir Ben Naoua

Loslassen: „Loslassen kann befreiend sein. Wenn wir loslassen, verändern wir vieles. Wenn wir Dinge verändern, dann verlieren wir aber auch immer etwas. Und das ist es, was uns schwerfällt. Wir konzentrieren uns in dem Augenblick darauf, was wir verlieren, und sehen nicht, dass wir dazugewinnen.“

Überwindung: „Überwindung bedeutet auch Veränderung. In den meisten Fällen entscheiden wir selbst, ob und wie wir uns verändern wollen und vor allem wann. Beim Tod der Eltern werden wir meist abrupt mit Änderungen konfrontiert. Keine Zeit, sich darauf einzustellen. Keine konkreten Gedanken für den Moment danach.“

Geschwisterdynamik: „Generell gilt bei einem Streit mit nahestehenden Menschen, darauf zu achten, dass wir lediglich das Verhalten der Person in dem speziellen Fall kritisieren. Die Liebe und Bindung zum anderen bleibt davon unberührt. Dies gilt im Besonderen für die Familie.

Bauchgefühl: „Wenn wir nicht gezwungen sind, das Haus zu verkaufen, und eine Wahl haben, dann sollten wir das „Bauchgefühl“ auf jeden Fall auch mitbefragen, denn der Verkauf eines Hauses ist in der Regel eine endgültige Entscheidung.“

Chance: „Wenn wir nun nach dem Tod unserer Eltern wieder in Kontakt mit Orten oder Gegenständen kommen, die uns an den kleinen Jungen oder das kleine Mädchen von damals erinnern, dann ist dies auch eine Chance, diesem Kind wieder zu begegnen. Es neu kennenzulernen.“

Sämtliche Zitate entstammen dem Buch „Loslassen und Leben aufräumen“ von Christina Erdkönig und Emir Ben Naoua, Das Bändchen ist im Kreuz-Verlag erschienen. ist

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