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Im Südwesten ist die Not am geringsten

Baden-Württemberg ist das Land mit der geringsten Zahl junger Menschen, die in Heimen leben oder eine Vollzeitbetreuung benötigen. Zum Vergleich: Im Südwesten nahmen zuletzt 7,6 von tausend Einwohnern unter 21 Jahren stationäre Erziehungshilfen in Anspruch - exakt halb so viele wie in Nordrhein-Westfalen. Dem nahe kommt nur Bayern mit 8,13 Kindern und Jugendlichen. Schlusslicht ist Bremen (27,94).

Im landesweiten Vergleich aller 44 Stadt- und Landkreise schneidet auch der Kreis Esslingen gut ab. Der nach Einwohnern drittgrößte Landkreis in Baden-Württemberg liegt auf Platz sechs, was die Zahl der stationären Hilfen pro tausend Bewohnern unter 21 Jahren betrifft. Auf den vorderen Plätzen finden sich vor allem ländlich geprägte Landkreise wieder. Spitzenreiter ist Ravensburg. Schlusslicht ist Mannheim.

Ein Grund für die Spitzenposition des Landes ist der seit Jahren vorangetriebene Ausbau ambulanter und teilstationärer Hilfsangebote. In keinem anderen Bundesland wurde in den vergangenen Jahren mehr in Alternativen zur Heimerziehung investiert. Gleichzeitig sind die Gesamtausgaben für die Erziehungshilfe im bundesweiten Vergleich gemeinsam mit Bayern hier mit deutlichem Abstand am niedrigsten. bk

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