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In den Grundschulen fällt die Abstandsregelung

Kaum hat das rollierende System begonnen, können Grundschulrektoren mit der Ausarbeitung neuer Stundenpläne beginnen. Am Dienstag hat die Landesregierung bekannt gegeben, dass an Grundschulen zum 29. Juni wieder Regelbetrieb eingeführt werden soll. In Teilen soll es auch Ganztagsangebote geben, die Notbetreuung fällt weg. „Das wird wieder eine große Rechnerei“, sagt Andrea Bizer, Leiterin der Kirchheimer Freihof-Grundschule. „Glücklicherweise kam die Ankündigung recht früh.“ Seit Montag besuchen im Freihof halbe Klassen im 14-tägigen Wechsel die Schule.

Ab 29. Juni werden die Grundschüler dann wieder täglich in ganzen Klassen unterrichtet. Die Abstandsregel fällt - allerdings nur innerhalb der festen Gruppen. „Ansonsten geht es so weiter wie bisher“, sagt Andrea Bizer: feste Zusammensetzungen, möglichst keine Wechsel bei den pädagogischen Fachkräften, Einbahnregelungen im Schulhaus und gestaffelte Anfangs- sowie Pausenzeiten. Zur Schule kommen dürfen zudem nur gesunde Kinder und Lehrer.

Hintergrund für die weiteren Öffnungen an den Grundschulen ist eine Studie des Universitätsklinikums Heidelberg. Ihr zufolge spielen Kinder unter zehn Jahren nur eine geringere Rolle bei der Verbreitung des Corona-Virus.

Neu ist ab dem 29. Juni zudem, dass Lehrer, die einer Risikogruppe angehören, nicht mehr einfach zu Hause bleiben können. Befreit wird dann nur noch, wer ein Attest vorlegt.bil

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