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In Notzingen wird am Montag geimpft

In Notzingen ging es bisher in Sachen lokales Test- und Impfangebot eher schleppend voran, obwohl die Thematik bereits mehrfach seitens des Gemeinderats angesprochen wurde. Jetzt konnte Bürgermeister Sven Haumacher vermelden, dass am Montag, 22. März, ein mobiles Impfteam der Malteser in Zusammenarbeit mit dem DRK in die Gemeindehalle kommen werde, um alle Einwohner ab 80 Jahren zu impfen. „Wir haben im Ort 286 Personen in dieser Altersgruppe. Pflegeheimbewohner und jene des betreuten Wohnens sind aber bereits geimpft, ebenso weitere Bürger dieser Altersgruppe“, so Haumacher. 120 Personen können an dem einen Tag geimpft werden, 70 hatten sich bis zur Gemeinderatssitzung am Montag angemeldet. Sollten die vorhandenen Plätze bis zum heutigen Mittwoch nicht alle vergeben sein, wolle er mit dem Impfteam Rücksprache halten, ob man dann noch die knapp unter 80-Jährigen oder Einwohner mit erhöhtem Risiko einladen könnte.

Für ein lokales Testangebot, etwa analog zu Hochdorf, das der Gemeinderats ebenfalls wiederholt angemahnt hat, hält Haumacher den aktuellen Bedarf für begrenzt. Die Schule habe auf Anfrage keinen Bedarf vermeldet, ebenso die Kindertageseinrichtungen. Dazu habe jeder die Möglichkeit, sich selbst Tests zu besorgen oder etwa ins Kirchheimer Kornhaus zu gehen. Die örtliche Hausärztin habe angeboten, dreimal wöchentlich für eine Stunde in einem separaten Praxisraum mit Voranmeldung zu testen, berichtete Alfred Bidlingmaier (CDU). Auch mit dem DRK und den Maltesern habe er telefoniert. Sollte der Bedarf im Ort steigen, sei das nicht mehr allein durch die Ärztin stemmbar, betonten Alfred Bidlingmaier und Ulrich Blattner (SPD). Dann müsse die Gemeinde mit ins Boot und die Gemeindehalle oder einen Pavillon samt Ausstattung für deren Parkplatz zur Verfügung stellen, so Blattners Appell. „Im Rathaus sind zudem zwei Mitarbeiter testfähig“, ergänzte Bidlingmaier. Petra Lippkau (CDU) regte noch an, die geschulten Mitarbeiter des Asklepia-Pflegeheims einzubeziehen. Ab April soll zudem in der näheren Umgebung ein Abstrichzentrum von Nürtingen nach Wernau verlegt werden. „Wir dürfen nicht nur abwarten, sondern müssen vorbereitet sein“, betonte Ulrich Blattner. eis


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