Kirchheim

Junge Union diskutiert mit Günter Riemer

Jugend In einem zweistündigen Gespräch haben sich junge CDUler mit einem Kirchheimer Bürgermeister ausgetauscht.

Kirchheim. Kürzlich hat sich der Kirchheimer Bürgermeister Günter Riemer Zeit genommen, um mit der Jungen Union (JU) Kirchheim infrastrukturelle Themen zu diskutieren. Hierbei ging es vor allem um das Thema Straßenbau, E-Mobilität und Breitbandausbau. Das gab die JU in einer Pressemitteilung bekannt.

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Der Zustand der Straßen im Kirchheimer Raum ist ausbaufähig, so die JU. Vor allem Schlaglöcher seien ein Dauerthema, was durch die mengenmäßige Zunahme am Individualverkehr sowie durch die Trockenheit zu erklären ist. Der Kirchheimer Bürgermeister gesteht ein, dass in den letzten Jahren zu wenig in den Straßenbau investiert wurde. In den kommenden Jahren werde die Stadt andere Prioritäten setzen.

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass nicht nur der Straßenbau im Fokus stehen sollte. Vielmehr müsse ein ganzheitlicher und nachhaltiger Ansatz alternative Transportmöglichkeiten wie Busse, E-Mobilität für Fahrräder und Autos sowie E-Ladestationen beinhalten. „Ich sehe vor allem E-Bikes als großen Gewinn für den täglichen Individualverkehr an“, so Bürgermeister Riemer. Auch E-Ladestationen sollen in Kirchheim platziert werden. Dennoch fordert Rico Hann von der JU Kirchheim hier noch mehr Einsatz: „Meiner Meinung nach muss die Politik bei der Bereitstellung der Infrastruktur für E-Mobilität stärker in der Verantwortung stehen.“

JU kritisiert Bundespolitik

In der Gesprächsrunde wurde das Thema Breitbandausbau kritisiert. Michael Haug, stellvertretender Vorsitzender der JU Kirchheim, gibt zu: „Der Breitbandausbau in Deutschland ist ein nationales Trauerspiel. Die Bundespolitik hat hier verschlafen und verspricht seit Jahrzehnten den Ausbau von Breitband.“ Felicia Heiß, Vorstandsmitglied der JU Kirchheim, fügt hinzu: „Obwohl langsam Schwung in den Ausbau kommt, werden wir die Folgen noch zu spüren bekommen: Die Unternehmen wurden völlig hängen gelassen.“

Die Umgestaltung des Kirchheimer ZOB wurde ebenfalls diskutiert. Im Jahr 2020 soll ein städtebaulicher Wettbewerb eröffnet werden, um den Standort attraktiver zu gestalten und effektiver zu nutzen. „Wir hoffen, dass dies auch einen Schienenausbau der S-Bahn beinhaltet, sodass ein schnellerer Minutentakt nach Stuttgart führt. Die S 1 ist zu Stoßzeiten bereits heute überlastet“, so Sebastian Schulze.

Die JU Kirchheim ist der Ansicht, als einzige Jugendorganisation in Kirchheim den Austausch mit Vertretern der Stadt zu suchen. Sie wünscht sich, dass die „jüngere Generation für einen offenen Diskurs“ bekannt ist.pm