Kirchheim

Keine Krokodile in den Bürgerseen

Entwarnung Die Sperrung der Kirchheimer Bürgerseen ist aufgehoben. Nach mehreren umfangreichen Suchaktionen mit Experten kann ausgeschlossen werden, dass sich in den Seen Krokodile oder ähnliche Reptilienarten aufhalten. Das Baden im unteren Bürgersee ist damit wieder möglich.

Einer der Hechte, die bei der Suchaktion am Donnerstag Abend entdeckt wurden. Foto: pr

Kirchheim. Bei einer kurzfristig anberaumten Suchaktion am Donnerstagabend  fanden Reptilien-Experten keine Spuren von Krokodilen, dafür aber mehrere Hechte. „Hechte stehen meistens lauernd an der Wasseroberfläche. Dies ist auch in den Bürgerseen zu beobachten. Hechte können mit jungen Krokodilen verwechselt werden, da beide eine hechtartig ausgezogene Schnauze haben“, sagt Michael Wirth, Diplom-Biologe und Reptilienfachmann.

Wirth, der erfahren in der Freilandarbeit mit Krokodilen ist, hatte die Suchaktion am Donnerstagabend zusammen mit zwei weiteren Reptilien-Experten geleitet. Die Suche musste in der Dunkelheit durchgeführt werden, da Krokodile tagsüber kaum aufzuspüren sind. Im Dunkeln besteht laut Wirth dagegen bei Verwendung entsprechender Scheinwerfer eine nahezu hundertprozentige Sicherheit, Krokodile zu finden. Auf Grundlage der Ergebnisse der Suchaktionen kann damit Entwarnung für die Bürgerseen gegeben werden.
„Wir sind froh, dass wir die Situation schnell aufklären konnten. Dies ist uns vor allem dank der raschen und umfangreichen Unterstützung der Fachleute gelungen“, fasst Kirchheims Erster Bürgermeister Günter Riemer zusammen.   
Eine Spaziergängerin hatte sich am Dienstagabend bei der Polizei gemeldet, weil sie drei Tiere im unteren der drei Bürgerseen gesehen hatte, die aussahen wie kleine Krokodile. Mehrere Polizeibeamte hatten noch am selben Abend und am Mittwoch ergebnislos die Bürgerseen und das umliegende Gelände überprüft. Um jegliche Gefährdung für diue Badegäste auszuschließen, hatte die Kirchheimer Stadtverwaltung den Zugang zum Bereich rund um die Seen ab Mittwoch gesperrt.

Unterstützt haben die Suche auch Mitarbeiter des Tierheims Esslingen und ein Tierarzt, die zwei Suchaktionen ohne Ergebnis durchgeführt hatten. Auch Mitglieder des örtlichen Angelvereins waren mehrfach an den Seen aktiv, um mit speziellen Ködern nach den mutmaßlich gesichteten Tieren zu suchen. tb/pm

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