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Klubverantwortliche kritisieren die Politik

Die Golfszene kehrt zurück in einen halbwegs normalen Alltag, doch völlig unbeschwert verläuft der Anfang in vielen Klubs nicht. Unmut herrscht oft noch deswegen vor, weil Golf als „kontaktloser“ Sport komplett in den Sog der allgemeinen Schließungswelle Mitte März gezogen worden war. Erst mit der jüngsten Lockerungswelle ergab sich in Baden-Württemberg am vergangenen Montag ein Zurück für die Sportler aufs Spielfeld.

Dagmar Katrin Mack, Geschäftsführerin des Golfclubs Kirchheim-Wendlingen, kritisiert das ihrer Meinung undifferenzierte Vorgehen der Politik: „Schon zu Beginn der Coronakrise hatten wir ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet, hätten also schon im April wieder starten können.“ Durch ein seit Jahren vorhandenes, elektronisches Reservierungssystem sei ohnehin garantiert, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig auf dem weitläufigen Gelände aufhielten. „Das bedeutet in unserem Fall gerade einmal maximal 125 Personen gleichzeitig auf 80 000 Quadratmetern“, rechnet die Geschäftsführerin vor.

„Völlig überzogen“, sei darum der so lang anhaltende Lockdown im Golf gewesen, ärgert sich Mack, dass den Sportlern „ein Refugium in diese Krisenzeiten genommen wurde“. Mack warnt auch vor den finanziellen Folgen durch fehlende Einnahmen durch Turniere.

Beim Sicherheitskonzept möchte der Golfclub Kirchheim-Wendlingen nun sogar noch eine Schippe drauflegen. Geprüft wird aktuell der Einbau von Schiebetüren - der Griff an Türklinken würde folglich entfallen und damit eine Angriffsfläche. rei

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