Kirchheim

Korrigieren wird einfacher gestaltet

Schulabschlüsse Der Geschäftsführende Schulleiter zeigt sich erleichtert über flexiblere Lösungen aus dem Ministerium.

Schule
Symbolbild

Kirchheim. Kirchheims Schulleitungen, die in der vergangenen Woche dem Teckboten ihre Einschätzung zu den Abschlussprüfungen in Coronazeiten mitteilten, waren offensichtlich am Puls der Zeit: Das Kultusministerium hat sie nun allesamt angeschrieben und über geänderte Termine sowie über Erleichterungen informiert, um der Ausnahmesituation gerecht werden zu können.

„Vieles scheint jetzt so zu kommen, wie wir es uns erhofft und erwünscht haben“, sagt Kirchheims Geschäftsführender Schulleiter Clemens Großmann, der Rektor der Freihof-Realschule. Man merkt ihm die Erleichterung sogar am Telefon an. Dabei geht es ihm aber nicht darum, Arbeit oder Aufwand zu sparen. Oberstes Ziel ist es vielmehr, zum Schuljahresende auch alle Prüfungen zu einem guten Abschluss zu bringen. Die Schulabgänger, die in ihrem letzten Schuljahr ohnehin coronabedingt „nachsitzen“ müssen, sollten wenigstens Ende Juli fertig sein - wenn es schon nicht, wie sonst üblich, auf Anfang Juli reicht.

Für alle Schularten - Hauptschule, Werkrealschule, Realschule und Gymnasium - gilt derselbe eng getaktete Zeitrahmen bei den mündlichen Prüfungen: Montag, 20. Juli, bis Mittwoch, 29. Juli. Es könnte also tatsächlich passieren, dass jemand am letzten Tag des Schuljahrs die letzte mündliche Prüfung absolviert - und noch am selben Tag sein Zeugnis erhält.

Zwei Termine zum Nachschreiben

Ein weiteres Novum: Obwohl die schriftlichen Prüfungen erst Mitte oder Ende Mai beginnen - an den Hauptschulen sogar erst Mitte Juni -, gibt es an allen Schulen gleich zwei mögliche Termine zum Nachschreiben: den „Nachtermin“ und den „Nachnachtermin“. Clemens Großmann: „Man geht offensichtlich davon aus, dass mehr Schüler als sonst üblich bei den Prüfungsterminen krankheitsbedingt fehlen könnten.“

Bei den Korrekturen will das Ministerium umsetzen, was sich Clemens Großmann und seine Kollegen bereits erhofft hatten: Erst- und Zweitkorrektur erfolgen an derselben Schule. Dadurch entfällt der logistische Aufwand, alle Klausuren jeweils an eine andere Schule liefern zu müssen. Bei den Gymnasien entfällt sogar die Drittkorrektur. Die Noten von Erst- und Zweitkorrektor werden gemittelt.

Projektarbeit oder auch die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung werden komplett ausgesetzt. Wer es bereits absolviert hat, erhält eine Bescheinigung ohne Note. Und noch etwas kann entfallen - was Clemens Großmann selbst in seinen kühnsten Träumen nicht erwartet hätte: Fehlende Klassenarbeiten oder GFS müssen nicht zwingend nachgeholt werden. Das Ministerium zeigt sich also sehr flexibel. Andreas Volz

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