Infoartikel

Kurzer geschichtlicher Abriss der Klosterwiese

Die Geschichte der Klosterwiese beginnt im Jahre 1266 mit dem Erwerb einer großen Ackerfläche durch das Dominikanerinnenkloster in Kirchheim.

Nach Auflösung des Klosters nach der Reformation ging dieser Besitz im Jahre 1563 auf den Herzog von Württemberg und im Jahre 1819 auf die Stadt Kirchheim über.

Im Jahre 1912 erstellte der Stadtplaner Rudolf Linkenheil einen Bebauungsplan des Klosterviertels mit Erhalt der noch heute sichtbaren Grünfläche. Die Klosterwiese sollte bereits damals mit einer Baumreihe und einer Hecke gegen die Lindach frei gehalten werden.

Im Verlauf der Jahrzehnte kam es zu unterschiedlichen Verwendungen. Die Wiese blieb aber als über 100-jähriges Erbe für alle Kirchheimer bis heute erhalten und frei zugänglich.

Trotz Zunahme der Einwohnerzahl von 8 800 im Jahr 1905 bis heute mit annähernd 40 000 gelang es den früheren Stadtverwaltungen und Gemeinderäten den, enormen Zuwachs unter Erhalt der Klosterwiese erfolgreich zu gestalten. Über Jahre fand dort auch das Reitturnier des Kirchheimer Reit- und Fahrvereins statt.

Die Bürgerinitiative BiKK setzt sich für den Erhalt des städtebaulichen, historischen und sozialen Juwels Klosterwiese ein und fordert ein Ende der Bebauungsabsichten der Stadtverwaltung. „Die Bebauung der Klosterwiese hat nur für wenige einen kurzfristigen, ihr Erhalt aber für alle einen langfristigen Vorteil“, argumentieren die Initiatoren. ih

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