Infoartikel

Leben in der WG - auch mit Demenz

Die Atmosphäre in der bestehenden Demenz-WG ist heimelig. Aus zwei Wohnungen über dem Diakonieladen Eckpunkt in der Hindenburgstraße wurde eine Wohngemeinschaft mit acht unterschiedlich großen Zimmern, die ganz individuell mit eigenen Möbeln, Bildern, Puppen und anderen vertrauten, persönlichen Dingen eingerichtet sind.

Es gibt einen Gemeinschaftsraum mit einem großen Tisch in der Mitte und der Küchenzeile an der Wand. Von diesem Raum gelangen die Bewohnerinnen auf die großzügige Dachterrasse. Unter freiem Himmel hoch über der Stadt gedeihen in Hochbeeten Mangold und Schnittlauch, Himbeeren, Spalieräpfel, Astern und Sonnenhut. Bienen sammeln an einer Minze Nektar, ein Brünnele gluckert, und daneben trocknet die Wäsche auf einem Ständer - alles wie einst zu Hause.

„Die WG ist für mich die beste Wohnform für Menschen mit Demenz. Es gibt tausend Gründe, um sie aufrechtzuerhalten“, sagt Sybille Mauz, eine der Mitbegründerinnen der Demenz-WG über dem Kirchheimer Eckpunkt. ih

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