Kirchheim

Mieterbund sowie Haus und Grund sehen Jobverlust und Kurzarbeit als Problem

Udo Casper vom Deutschen Mieterbund Esslin­gen-Göppingen glaubt, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise erst später spürbar werden. „Es gibt die These, dass der Preisdruck in den Städten abgebaut wird, wenn Arbeitsplätze abgebaut werden“, sagt er. Allerdings sei das nur ein scheinbar positiver Effekt: „Wahrscheinlich verlieren die Menschen mehr, als sie durch Mietsenkungen gewinnen.“ Anfragen zu Mietstundungen wegen Jobverlust oder Kurzarbeit seien bei ihnen noch nicht verstärkt eingegangen, sagt er. „Das komme wenn, erst später. „Die Privatleute heißen ja nicht Adidas und kürzen sofort, sondern zahlen erstmal aus ihrem Ersparten“, spielt er auf den Fall einiger Filialen des Sportartikelherstellers an.

Bei „Haus und Grund“, dem Haus-, Wohnungs-und Grundeigentümerverein Kirchheim, reagiert der Vorsitzende Gregor Küs­termann auf die Frage nach Auswirkungen der Corona-Krise spontan: „Überhaupt nicht“. Da sein Verein jährlich einen Mietspiegel erstellt, weiß er, dass Preise und Nachfrage stabil bleiben. „Wir mussten Wohnungen nach ein bis zwei Tagen wieder herausnehmen, weil so viele Anfragen kamen“, sagt er. Allerdings trete wegen Kurzarbeit häufiger das Problem auf, dass Finanzierungen geplatzt seien. Die Banken hätten nur zum „normalen“ Gehalt finanziert, nicht aber beim Kurzarbeitergeld. Sorge vor der Zukunft hat Gregor Küstermann nicht. „Ich bin überzeugt, dass wir in einer starken Region leben.“ Speziell Kirchheim profitiere von der guten Verkehrsanbindung. Und selbst wenn sich die wirtschaftliche Lage verschlechtere, werden sich die Preise auf dem Immobilienmarkt nicht entscheidend verändern. „Wir haben einen riesigen Nachfrage-Überhang.“ zap


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