Infoartikel

„Mir macht das Putzen Spaß“

Seit zehn Jahren ist Maria Luisa Calicchio aus Kirchheim als Reinigungskraft tätig - und sie geht ihrem Beruf überaus gerne nach, wie sie betont. „Zum einen macht mir das Reinigen Spaß. Zum anderen kann ich diesen Beruf gut mit meinen Kindern und dem eigenen Haushalt unter einen Hut bringen“, sagt die 36-jährige Mutter zweier Kinder, die beim Reinigungsunternehmen „Picobello“ in Kirchheim angestellt ist. Dass es den „Internationalen Tag der Putzfrau“ gibt, wusste Maria Luisa Calicchio bislang nicht. Sie begrüßt es aber generell, dass ein solcher Tag initiiert wurde, an dem die Arbeit von Reinigungskräften hervorgehoben werden soll.

„Es gibt viele Leute, die diesen Beruf als letzte Arbeit ansehen, die sie machen würden“, weiß die Kirchheimerin. Deshalb sei es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Tätigkeit von Reinigungskräften unverzichtbar für die Gesellschaft ist - auch und gerade in Zeiten einer Pandemie. Maria Luisa Calicchio selbst ist jedenfalls stolz auf das, was sie täglich leistet. Deshalb stört es sie auch nicht, wenn sie jemand als „Putzfrau“ bezeichnet - obwohl es eigentlich „Reinigungskraft“ heißt, verdeut-licht die Kirchheimerin.

Aktuell reinigt die 36-Jährige ausschließlich in Firmen, hat aber auch schon in Privathaushalten für Sauberkeit gesorgt. „Mir macht beides Spaß, egal wo. Ich arbeite gerne“, betont sie. Wenn man den Unterschied vor und nach dem Putzen sehe, verschaffe einem das eine gewisse Genugtuung. „Das geht mir auch bei mir zu Hause so.“ Wichtig sei, freundlich zu den Menschen zu sein und die Arbeit gewissenhaft zu erledigen. Wohl auch durch diese Einstellung hat Maria Luisa Calicchio bisher nur positives Feedback von den Kunden erhalten und keine abschätzigen Äußerungen oder Blicke geerntet. Im Gegenteil:

„Die Leute sind richtig dankbar. Ich habe keine schlechten Erfahrungen gesammelt.“ Auch, was die Arbeitsbedingungen anbelangt, kann sich die 36-Jährige „überhaupt nicht beschweren“. Durch die Corona-Krise hat Maria Luisa Calicchio nicht weniger Arbeit als zuvor.

Weitere Tätigkeiten sind noch hinzugekommen: So muss sie nun an den Computern Tastatur und Maus desinfizieren - ebenso die Türgriffe. Dass viele Beschäftigte der Firmen jetzt wieder ins Homeoffice wechseln, habe keine großen Auswirkungen auf ihre Tätigkeit. „Es gibt trotzdem immer noch genug Arbeit für uns.“ hei

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