Infoartikel

Möglichst schnell und fehlerfrei

Beim Motorrad-Trial fahren die Sportler mit Geländemotorrädern durch einen Geschicklichkeitsparcours (Sektion). Anders als beim Motocross kommt es nicht auf die Zeit an, sondern darauf, die Sektion fehlerfrei zu meistern.

In einer Sektion markieren bunte Pfeile die einzelnen Hindernisse. Die gelben Pfeile weisen den Automatikfahrern bis zehn Jahre den Weg. Rote Pfeile für die Jugendlichen Neulinge, schwarze Pfeile für die Jugendlichen Einsteiger und grüne für die Fortgeschrittenen. An den blauen Pfeilen orientieren sich Jugendliche Spezialisten und durch die weißen fah­ren Jugendliche Experten. Jeder Teilnehmer darf nur die Tore seiner Farbe durchfahren.

Die Teilnehmer müssen eine bestimmt Zahl an Sektionen bewältigen. Dafür haben sie jeweils 90 Sekunden Zeit. Insgesamt müssen zwei, drei oder vier Runden innerhalb einer Zeit von vier bis fünf Stunden gefahren werden.

Strafpunkte gibt es, wenn ein Fuß den Boden berührt, ein Pfeil umgefahren, das Absperrband abgerissen oder die Sektion verlassen wird. „Höchststrafe“ sind fünf Punkte pro Sektion.

Trial-Motorräder sind mit ihren 60 bis 70 Kilo extrem leicht und haben zwischen 50 und 300 Kubikzentimeter Hubraum. Es kommen immer mehr Elektromotorräder zum Einsatz. In der Automatikklasse der Kinder fahren bis auf wenige Ausnahmen alle elektrisch. Ein Motorrad kostet zwischen 4000 und 9000 Euro. Trial-Motorräder haben einen tiefen Schwerpunkt und werden im Stehen gefahren. Sie haben keine Sitzbank. Damit bieten sie dem Fahrer optimale Bewegungsfreiheit bei den teilweise akrobatischen Manövern.

Trialreifen sehen oft aus, als ob sie einen Plattfuß hätten, weil sie mit sehr geringem Luftdruck gefahren werden. Das hat den Vorteil, dass das Profil sich gut an den Untergrund anpassen kann und der Fahrer so mehr Grip hat. uli

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