Infoartikel

Nabern ist seit 22 Jahren Entwicklungszentrum

Seit Juli 1997 konzentriert Daimler seine Forschung im Bereich Brennstoffzellentechnik am Standort Nabern. Seitdem ist der Technologiepark auf dem ehemaligen Gelände des Rüstungskonzerns MBB Pilgerstätte für Umwelt-, Wirtschafts- und Kommunalpolitiker, um sich regelmäßig ein Bild vom Stand der technischen Entwicklung zu machen.

Daimler forscht bereits seit den Achtziger Jahren zur Brennstoffzelle. Als Impulsgeber diente das 1979 gegründete kanadische Unternehmen Ballard, mit dem Daimler in Nabern seit 1993 kooperiert. Aus „Daimler NucellSys“ wurde im Januar dieses Jahres die Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Stuttgarter Mutterkonzerns. Seit Forschungsbeginn hat Daimler mehr als eine Milliarde Euro in die Entwicklung der Brennstoffzelle gesteckt.

Als Protoyp wurde am 13. April 1994 unter dem Namen „Necar 1“ ein Transporter auf Basis des MB 100 vorgestellt. Damals füllte die Technik den gesamten Laderaum. Das Fahrzeug hatte eine Reichweite von 130 Kilometern bei einer maximalen Geschwindigkeit von 90 Stundenkilometern. Eine erste Kleinserie brachte Daimler auf Basis der B-Klasse 2010 auf den Markt. Im September 2017 stellte der Stuttgarter Autobauer erstmals seinen GLC F-Cell als Plug-in-Hybridfahrzeug mit 480 Kilometer Reichweite auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt vor. Das Aggregat des GLC findet Platz im Motorraum und hat die Größe eines Achtzylinder-Verbrennungsmotors.

In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff über eine Membran mit Luftsauerstoff und erzeugt dabei elektrischen Strom, der einen Elektromotor antreibt. Übrig bleibt reines Wasser. bk

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