Kirchheim

Neuer Herr der kirchlichen Finanzen

Amtseinführung Jörg Stolz tritt als Gesamtkirchenpfleger und Bezirksrechner die Nachfolge von Bernd Kemmner an.

Dekanin Kath führt Kirchenpfleger Jörg Stolz ins neue Amt ein.
Dekanin Kath führt Kirchenpfleger Jörg Stolz ins neue Amt ein.

Kirchheim. Jörg Stolz ist gestern in der Kirchheimer Martinskirche in sein Amt als Kirchenpfleger und Bezirksrechner eingeführt worden. Er ist der Nachfolger von Bernd Kemmner, der sich fast vier Jahrzehnte lang hauptberuflich um die Finanzen von Martinskirche, Gesamtkirchengemeinde und Kirchenbezirk gekümmert hatte.

In seiner Predigt über Noah ging Pfarrer Axel Rickelt auf den „einseitig geschlossenen Bund“ Gottes mit allem Getier ein, der mehr Versprechen als Bund sei. Sichtbares Zeichen dafür ist in der Bibel der Regenbogen, der nach der Sintflut Grund zum Optimismus gibt. „Auch bei den Zahlen sollte es Grund zum Optimismus geben“, leitete er von der Kanzel zur Amtseinsetzung über.

Das neue Amt scheint ganz auf Jörg Stolz zugeschnitten zu sein: „Geboren in Kirchheim, aufgewachsen in Jesingen“, stellte er sich vor und ergänzte: „Dort kirchlich im Posaunenchor groß geworden.“ Schulzeit und Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst sahen ihn ebenfalls in Kirchheim, bevor er für die ersten 20 Berufsjahre in den Dienst der Landeskirche wechselte.

Personalwesen und Finanzen waren sein Aufgabenbereich in der Kirchlichen Verwaltungsstelle Esslingen. Über das Projekt „Wirtschaftliches Handeln in der Kirche“ kam er schließlich nach Stuttgart zum Oberkirchenrat, bevor es jüngst in einen ganz anderen Bereich ging: ins Haupt- und Landgestüt Marbach, wo er ebenfalls „für Zahlen, Haushalt und Personal“ zuständig war. Nun kommt er aber „sehr gerne wieder zurück zur Kirche“. Auf ihn warte eine große Aufgabe - aber eine, „auf die ich mich sehr freue.“

Dekanin Renate Kath erinnerte an das Bild vom einen Leib und den vielen Gliedern aus dem Römerbrief, wo es unter anderem heißt: „Ist jemandem ein Amt gegeben, so diene er.“ Weniger ernst bemerkte sie, dass Jörg Stolz sein Amt gleich mit drei freien Tagen beginnen konnte. So gehe es nicht weiter, es gebe auch nicht jeden Tag Blumen. - Was es auch nicht alle Tag gibt, ist Korkenknallen beim Orgelnachspiel. Gestern aber war es angebracht. Andreas Volz

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