Kirchheim

Pflastersteine schleppen statt Hanteln stemmen, heißt die Devise

Bianca Lütz-Holoch bei ihrem praktisch orientierten Workout. Foto: pr
Bianca Lütz-Holoch bei ihrem praktisch orientierten Workout. Foto: pr

Ein ausgetüfteltes Workout? Brauchen wir nicht. Denn wir verbringen den Sommer auf der Terrasse. Was so gar nicht nach Fitnessprogramm klingt, ist Ganzkörpertraining der Extraklasse. Denn wir sonnen uns nicht im Liegestuhl und schlürfen dabei kühle Drinks, sondern bauen unsere Terrasse um. Selbst, mit eigenen Händen. Pfastersteine schleppen statt Hanteln stemmen, und Schotter schippen statt Kniebeugen zählen, heißt die Devise. Auch Joggen war gestern. Unsere Kilometer legen wir mit der gut gefüllten Schubkarre zwischen Schotterberg und Erdloch zurück. Ob sich die verspannten Muskeln wirklich lockern, indem sie von der Rüttelplatte durchgeschüttelt werden, bezweifeln wir allerdings noch. Ganz klar: Jedermanns Sache mag ein solches Großprojekt nicht sein. Aber warum nicht einfach mal etwas Kleineres versuchen? Wer zum Beispiel gemeinsam mit dem Nachwuchs ein Hochbeet anlegt oder ein Stückchen des Gartens in ein Gemüsebeet umwandelt, sorgt dafür, dass Groß und Klein sich an der frischen Luft bewegen - und zwar nicht nur beim Anlegen. Spätestens, wenn die erste Ernte sprießt, gibt es wieder was zu tun. Gut macht sich im Garten auch ein kleiner Teich - und je nach Tiefe dürfte dabei auch das Training nicht zu kurz kommen. Auch sonst gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich in Haus und Garten zu betätigen - und dabei nicht nur sich selbst, sondern auch Tieren etwas Gutes zu tun. Wer ein Stück des Rasens abträgt und Wildblumen sät, schafft Lebensraum für Insekten. In einem kleinen Steingarten oder den Nischen von Natursteinmauern fühlen sich Eidechsen wohl - und Spaß und Training beginnen dann schon beim Ausflug in den Steinbruch. Bianca Lütz-Holoch


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