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„Re-Circle“ ist schon weit verbreitet, braucht aber noch mehr Werbung

Einen großen Schritt bedeutet Kirchheims Engagement für das Mehrweggeschirr-System „Re-Circle“ mit Sitz in Stuttgart. Geschäftsführer Thorben Bechtoldt spricht von 200 Partnern in Deutschland. Wenn jetzt gleich zehn in Kirchheim dazukommen, ist das eine deutliche Steigerung. Generell ist das System in Baden-Württemberg gut vertreten - was Vorteile für jeden einzelnen Nutzer hat: Auf der Homepage von „Re-Circle“ finden sich im Ländle nur in Stuttgart und in Tübingen mehr Partner als in Kirchheim. Wer also sein Geschirr in Kirchheim mitnimmt, kann es auch am Neckar wieder abgeben - in Stuttgart oder auch in Tübingen. Und selbst die „schwäb’sche Eisenbahn“ ist gut vertreten. Partner von „Re-Circle“ gibt es außer in Stuttgart auch in Biberach und in Mecken­beuren. Deutschlandweit geht die Reichweite von Scheidegg an der österreichischen Grenze bis Husum - also bis kurz vor der Grenze zu Dänemark.

Nachbarländer sind ebenfalls vertreten. Die Homepage führt Innsbruck und Fieberbrunn in Österreich auf. Bei der Schweiz sind einzelne Nennungen weitaus schwieriger. Dort gibt es nämlich rund 1400 „Re-Circle“-Partner, was zeigt, dass die Schweizer in diesem Fall die Nase vorn haben. Letztlich sind sie damit auch ihrem eigenen Werbe-Ruf wieder einmal gerecht geworden: Die Schweizer haben das System erfunden. Deutschland hängt sich mit dran.

Klimaschutzmanagerin Beate Arman hofft, dass die Kirchheimer Betriebe, die zum offiziellen Start am morgigen Donnerstag dabei sind, noch möglichst viele Nachahmer finden. Wenn sich das auf ganz Deutschland ausdehnt, lässt sich sehr viel Verpackungsmüll einsparen: Allein die Verpackung fürs Außer-Haus-Essen beläuft sich jährlich auf über 360 000 Tonnen. Eine Werbemöglichkeit bietet das ZDF, das demnächst in Kirchheim Aufnahmen zu „Re-Circle“ macht.vol

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