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Reaktionen aus dem Gemeinderat

Im Gemeinderat stieß das Schreiben auf Unverständnis. Der Tenor: Sehr fordernd und teils im Ton vergriffen sei der Brief der Arche. „Das war schwere Kost“, fand Hans Prell (UKW), „darin wird behauptet, wir seien durch unsere Forderung einer öffentlichen Café-Toilette mitverantwortlich, dass das Café nun nicht kommt. Das halte ich für unsachlich und abwegig. Kritische Nachfragen müssen erlaubt sein.“ Stattdessen sei von einer „Misstrauenskultur“ die Rede: „Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis.“ Das stieß dem Gremium insgesamt auf.

Einig waren sich alle, dass 150 000 Euro durch den Wegfall der öffentlichen Toilette nicht mehr gerechtfertigt sind: „60 000 Euro hätte das gekostet. Es gibt kein öffentliches WC, also bleibt eine Obergrenze von 90 000 Euro übrig“, brachte es Alfred Bidlingmaier (CDU) auf den Punkt. „Das ist schon großzügig“, findet er, denn: Verpflichtet wäre die Gemeinde nur zu maximal 45 000 Euro Zuschuss aus dem Landessanierungsprogramm. Das Konzept „nette Toilette“ hält Alfred Bidlingmaier für keine gleichwertige Alternative zur öffentlichen Toilette.

Ein weiterer Brief der Arche hat Herbert Hiller (CDU) erhalten. Er hatte in einer früheren Sitzung kritisiert, dass die Arche nicht zuerst auf die Gemeinde zugekommen ist, um ihr das Obergeschoss des Hirschs zur Flüchtlingsunterbringung anzubieten. Stattdessen wurde es an die Stiftung Tragwerk für selbigen Nutzen vermietet. „Ja, es gab keine schriftliche Anfrage der Gemeinde an die Arche. Allerdings stand es oft genug im Mitteilungsblatt, dass dringend Wohnraum gesucht wird, und hätte entsprechend bekannt sein müssen“, betont Herbert Hiller.

An beide Seiten appellierte Ulrich Blattner (SPD), künftig „weniger emotionsbehaftet“ zu agieren. „Der Hirsch ist ortsbildprägend und ja, als Gemeinde müssen wir da was machen“, sagt er. Die Idee, den Hirschsaal für Veranstaltungen buchen zu können, sei ok, ob das mit der Küchennutzung parallel zur Arche funktioniere, müsse man prüfen.

Auf den Punkt brachte es Vera Morlock-Gommel (UKW): „Das aktuelle Konzept der Arche hat keinen öffentlichen Nutzen. Dass wir beim Zuschuss unseren Pflichtteil verdoppeln, ist das Äußerste.“ eis

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