Lokale Kultur

Rock unter der Limburg

Besucherrekord und ausgelassene Stimmung beim 20. Weilheimer Kult-Ur Open Air

Bei Besuchern und Bands ist das Weilheimer Kult-Ur Open Air gleichermaßen beliebt: Eigens für den runden Geburtstag des Festival
Bei Besuchern und Bands ist das Weilheimer Kult-Ur Open Air gleichermaßen beliebt: Eigens für den runden Geburtstag des Festivals stellten sich die Wendlinger Pop-Punker von „Zielscheibe“ nach ihrer Trennung noch einmal gemeinsam auf die Bühne.Foto: Jörg Bächle

Weilheim. Bei bestem Festivalwetter feierten am Pfingstwochenende zahlreiche Besucher und 21 Bands das 20. Weilheimer Kult-Ur Open Air. Auf dem Wanderparkplatz und den Wiesen hinter der Zeltbühne

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waren am Freitagabend bereits etliche Zelte und Wohnwagen aufgebaut, bald wehte auch schon Lagerfeuergeruch über das Festivalgelände.

Diese entspannte, sommerliche Camping-Stimmung, lokale und internationale Bands verschiedenster Musikrichtungen von Rock, Punk und Metal sowie die erfrischend unkommerzielle, familiäre Atmosphäre sind es, was die meisten Besucher jedes Jahr erneut unter die Limburg lockt. Eine Besonderheit des Festivals sei auch, dass Besucher jeden Alters hier gemeinsam feiern, wie einer der etwa 60 Ehrenamtlichen berichtete, die dieses einmalige Event für die Besucher mit Begeisterung stemmen. Traditionell eröffnete die zweimann starke Dilli-Punkband „X2“ das jährliche Kult-Event und heizte dem Publikum schon einmal für die folgenden Bands und den „Haupt-Act“ des Abends , Nitrogods, ein. Im Laufe der Nacht wurde das Zelt immer voller und die Stimmung immer ausgelassener.

Viele Bands, die in der Vergangenheit schon ein- oder mehrmals die Weilheimer Zeltbühne gerockt haben, wurden dieses Jahr von den Veranstaltern Kulturinitiative Teck und dem Mehrgenerationenhaus Linde für das diesjährige Jubiläum angefragt; zusammen mit einigen neuen Gästen ergab das einen Mix aus Altbewährtem und Neuem. Bekannt ist das Festival unter anderem dafür, auch regionale Newcomer und Nachwuchskünstler zu fördern, was dem Kreisjugendring Esslingen, Träger des Mehrgenerationenhauses Linde, besonders am Herzen liegt.

Einige der 21 Bands kamen aus den Kreisen Göppingen, Esslingen und Stuttgart und sind dem Stammpublikum bestens bekannt, wie zum Beispiel die Wendlinger Pop-Punker von „Zielscheibe“, die nach ihrer Trennung 2010 für das Festival-Jubiläum nochmals gemeinsam auf der Bühne standen oder auch die Göppinger Band „Stahlmagen“, die auf überraschende Weise Partyschlager mit Metal verbindet. Doch auch aus anderen Teilen Deutschlands und aus Europa waren Musiker mitsamt ihren Fans angereist, wie etwa der Headliner, die international bekannte schwedische Punkrock-Band „Psychopunch“, die mit den regional berühmten „Solle Vöhne“ am Samstagabend das Zelt zum Kochen brachten.

Beim beliebten Weißwurstfrühstück am Sonntagmorgen wurden wie schon in den vergangenen Jahren Blasmusiktöne mit den „Original Dettinger Hohlwegrutschern“ angeschlagen. Abends wurden die Dezibel noch ein letztes Mal für dieses Jahr hochgedreht und das Festival mit russisch inspiriertem Punk und Balkan-Ska von „Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts“ beendet.

Mit über 1 500 Besuchern war das diesjährige Jubiläumsfestival bei fantastischem Sommerwetter das am besten besuchte Kult-Ur Open Air der letzten Jahre. Der Samstag war sogar restlos ausverkauft. Die Veranstalter und Ehrenamtlichen können mit diesem Erfolg, der großartigen Stimmung und den positiven Rückmeldungen zur Bandauswahl rundum zufrieden sein.

Rock- und Metal-Fans können sich auf das nächste Kult-Ur Open Air freuen, denn an dem bewährten Konzept wollen die Veranstalter auch weiterhin festhalten.