Infoartikel

Rotary Clubs und der Kampf gegen die Kinderlähmung

Am 23. Februar 1905 hat der Rechtsanwalt Paul P. Harris in Chicago den ersten Rotary Club gegründet. Heute gibt es in nahezu jedem Land der Welt Clubs. Insgesamt sind es über 36 000 Ortsvereine mit mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern. In Deutschland sind es 1 097 Clubs mit rund 56 700 Mitgliedern. Der Rotary Club Kirchheim-Nürtingen hat derzeit 50 Mitglieder. Es gibt aber auch den Club Nürtingen-Kirchheim, der deutlich später gegründet wurde.

Vorurteile sind laut Florian Bopp weit verbreitet. „Viele halten uns für eine elitäre Vereinigung, wo man sich gegenseitig Geschäfte zuschanzt. So ist es aber nicht“, sagt der aktuelle Präsident des Clubs Kirchheim-Nürtingen. Außer Geld stellen die Mitglieder auch ihre Arbeitskraft zur Verfügung, um die Welt in kleinen Schritten zu verbessern - sei es im Kampf gegen Krankheiten wie Polio, sei es bei Umweltschutzprojekten oder durch Austauschprogramme, bei denen Schüler, Studenten und junge Berufstätige die Möglichkeit bekommen, fremde Kulturen kennenzulernen.

Polio ist eine Krankheit, die durch Impfung ausgerottet werden kann. Den ersten Impfstoff dagegen hat der US-amerikanische Virologe Jonas Salk (1914 - 1995) entwickelt. Erstmals hat er ihn 1952 eingesetzt. Zur Erinnerung an diesen Pionier der Polio-Bekämpfung wurde sein Geburtstag, der 28. Oktober, zum Welt-Polio-Tag erklärt.

Seit Ende August gilt Nigeria als poliofrei - und damit inzwischen auch ganz Afrika. In Afghanistan und Pakistan gab es 2019 allerdings noch insgesamt 32 Infektionen. Das Ziel, die Welt von der Kinderlähmung zu befreien, ist dennoch zum Greifen nahe. Zum Vergleich: 1988, vor 32 Jahren, gab es noch jedes Jahr 350 000 Poliofälle - in 125 Ländern.vol

Anzeige