Kirchheim

Sandsäcke gegen das Hochwasser

Prävention Lindorfs Ortsvorsteher Stefan Würtele appelliert an Hausbesitzer, sich selbst vor Hochwasser zu schützen.

Stefan Würtele
Stefan Würtele

Kirchheim. Stefan Würtele ist am 11. Juni mit einem blauen Auge davongekommen: In seinem Keller stand das Wasser nur wenige Zentimeter hoch. Das lag zum einen an der günstigen Lage seines Hauses am östlichen Ortsrand von Lindorf. Ein wenig hat der ehrenamtliche Ortsvorsteher aber auch selbst dazu beigetragen, die Wassermassen aus seinem Keller fernzuhalten. „Weil das Unwetter angekündigt war, habe ich rechtzeitig meine Regenrinnen gereinigt“, sagt Stefan Würtele. Außerdem habe er Sandsäcke, die nach dem letzten Hochwasser verteilt worden seien, um seine Lichtschächte herumgelegt. Für künftige Unwetter, von denen er sicher ist, dass sie kommen, will er noch besser gerüstet sein: Stefan Würtele hat sich zehn Zentimeter hohe Aufsätze für seine Lichtschächte gekauft und sich mit einer Tauchpumpe ausgerüstet. Solche Maßnahmen rät er auch anderen Hausbesitzern - wohl wissend, dass sie je nach Lage des Hauses nicht ausreichend sind. Wer in seinem Keller Abläufe habe, solle diese rechtzeitig schließen. Neuere Häuser verfügten über Rückstauklappen.

Der Lindorfer Ortsvorsteher findet, dass jeder in einem gewissen Rahmen selbst Verantwortung für die Schwachpunkte seines Hauses übernehmen muss. „Man kann kein Kanalsystem und kein Wasserrückhaltebecken für solche Wassermassen auslegen“, betont er. Antje Dörr


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