Infoartikel

Schrauben und Wein

Der Schraubenhersteller Würth war für Peter Brändle die erste Station nach seiner Beurlaubung vom Pfarrdienst. Vom Diakonischen Werk wechselte er zu dem renommierten Unternehmen in Künzelsau und arbeitete dort als Führungskraft im Vertrieb. Ein befreundeter Geschäftsführer des Unternehmens hatte ihm dieses Angebot gemacht. „Ich war nicht so sehr überzeugt davon, geeignet für diesen Job zu sein“, sagt Brändle ehrlich. Und doch, es reizte ihn, es zu versuchen. Zwei Jahre blieb er beim Schraubenkönig und bezeichnet die Zeit rückblickend als Herausforderung und spannende Aufgabe. „Aber vielleicht schlug mein Herz am Ende zu wenig für die Schrauben“, sagt er. Deshalb wechselte er zu einem Weingroßhändler in Owen.

Diese Ausflüge in die Wirtschaft waren möglich, weil er vom Pfarrdienst beurlaubt war. Doch irgendwann musste sich Brändle entscheiden: Bleibt er beim Wein oder kehrt er zurück zur Kirche? „Wein ist ein super Produkt, aber ich merkte, dass das Feuer für den Wein nicht so stark brannte wie für den Pfarrdienst“, begründet Brändle seine Entscheidung. Kurze Zeit später erhielt er einen Anruf von Dekan Michael Waldmann: In Wendlingen werde eine Stelle frei. „Wäre das nicht etwas? Mit allen Herausforderungen?“, fragte Waldmann. Brändle sagte zu.sg


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