Kirchheim

Schulen und Baustellen laufen parallel

Ferienende An Kirchheims Schulen wurde während der Sommerpause kräftig gearbeitet. An etlichen Standorten geht der Baubetrieb unvermindert weiter. Von Andreas Volz

Die Fluchttreppe an den Konrad-Widerholt-Schulen ist bereits vorhanden. Die Baustelle bleibt aber erhalten, weil der Brandschutz
Die Fluchttreppe an den Konrad-Widerholt-Schulen ist bereits vorhanden. Die Baustelle bleibt aber erhalten, weil der Brandschutz noch nicht vollständig gewährleistet ist. Foto: Carsten Riedl

Wenn am Mittwoch, 11. September, die Kirchheimer Schüler in ihre Schulen zurückkehren, müssen sie sich die Gebäude oftmals noch mit Handwerkern teilen. Nicht alles, was es umzubauen galt, ist rechtzeitig zum Schulbeginn fertig geworden.

Beispiel Freihof-Realschule: Für den Umbau des Fachklassentrakts gab es einen engen Zeitplan, der wegen Lieferschwierigkeiten bei der Laboreinrichtung nicht ganz eingehalten werden konnte. Drei Wochen wird es wohl noch dauern, bis Ende September alles abgeschlossen sein soll. Für die Sanierung der Fachräume, für den Brandschutz und die Digitalisierung an der Freihof-Realschule gibt die Stadt Kirchheim als Schulträger rund 1,9 Millionen Euro aus.

An der Alleenschule hat der Brandschutz oberste Priorität: „Ohne Fluchttreppe am Neubau können wir die Schule nicht mehr voll nutzen. Wir müssen das also vorziehen“, sagt Kirchheims Erster Bürgermeister Günter Riemer. Ende 2019, spätestens Anfang 2020 sollen die Fluchttreppe sowie der Verbindungssteg zwischen Alt- und Neubau verwirklicht werden. Die NWT-Räume und die Digitalisierung kommen erst später an die Reihe. Immerhin ist die Planung schon für 2020 vorgesehen.

Um Brandschutz und Digitalisierung geht es auch an den Konrad-Widerholt-Schulen, wo in mehreren Bauabschnitten gearbeitet wird - überwiegend in den Ferien. Deutlich sichtbar ist bereits die neue Fluchttreppe im Nordosten. Zu Beginn des Schuljahrs 2020/21 sollten auch die Treppenhäuser eingehaust und die Rauchabschnitte im Gebäude abgeteilt sein. Die Gesamtkosten liegen bei knapp zwei Millionen Euro.

Auf weitaus höhere Gesamtkosten - insgesamt 27,4 Millionen Euro - kommt der Campus Rauner. Günter Riemer betont: „Als Vertreter des öffentlichen Bauherrn sage ich gerne, dass wir das gut hinkriegen. Sowohl beim Zeit- als auch beim Finanzbudget liegen wir nach wie vor im Rahmen.“

Teck-Realschule zieht 2020 um

Dem termingerechten Umzug der Teck-Realschule dürfte somit nichts im Weg stehen. Wie es nach 2020 mit dem bisherigen Gebäude der Teck-Realschule weitergeht, entscheidet sich in nächster Zeit: Zum einen bleibt die Teck-Grundschule am Standort und wandelt sich zur Ganztagsschule. Zum anderen könnte das Brückenhaus Räume der Realschule beziehen. Auch das Mehrgenerationenhaus soll dort vorübergehend eine Unterkunft finden - solange die Linde neu aufgebaut wird.

Auch die Ötlinger Eduard-Mörike-Schule muss sich jetzt auf Baustellenbetrieb einstellen: Im September werden in der alten Mehrzweckhalle Schadstoffe entfernt, bevor die gesamte Halle abgerissen wird. Der Spatenstich für den Neubau ist für Januar 2020 vorgesehen. Schon im Mai 2021 soll die neue Halle, die 7,8 Millionen Euro kostet, in Betrieb gehen.

An den beiden Gymnasien geht es um eher kleinere Summen: Am Schlossgymnasium stehen die Sicherheitsbeleuchtung in der Walter-Jacob-Halle und der dritte Bauabschnitt für die NWT- und Technik-Räume an. Am Ludwig-Uhland-Gymnasium geht es außer um die NWT- und Technik-Räume auch darum, die Lüftung in den Bauteilen A und C zu verbessern.

Bei den Kindergärten setzt die Stadt Kirchheim auf die modulare Bauweise, durch die sich die Bauzeit vor Ort stark verkürzt. 2020 soll nicht nur der Neubau in Nabern modular erfolgen, sondern auch die Erweiterungen des Käppele-Kindergartens in Jesingen und des Eichwiesen-Kindergartens in Lindorf.

Für 2020 ist noch eine Neuerung geplant: Die Stadt will einen Überblick über den baulichen Zustand aller Schulen, Sporthallen und Kindergärten erstellen, um besser einschätzen zu können, wo welche Investitionen nötig sind - bis hin zur Generalsanierung.

In den Außenbereichen sind möglicherweise weitere Investitionen für die Sicherheit notwendig: Weil sich an einigen Schulen immer wieder Gruppen aufhalten, die für Lärm und Müll sorgen, sind die Schulgelände teilweise eingezäunt. Jetzt könnte noch weiter aufgerüstet werden. „Die Hürden für den Einsatz einer Video-Überwachung sind niedriger geworden“, sagt Bürgermeister Riemer, „deswegen überprüfen wir das an der einen oder anderen Stelle.“

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