Kirchheim

Städte in NotKommentar

Wehren kann sich die Stadt Kirchheim im rechtlichen Sinne sicher nicht gegen ihre Verpflichtung zur Anschlussunterbringung. Aber dafür könnte sie sich bestimmt im politischen Sinne wehren. Das bringt zwar insofern nichts, als dass die Politik in Berlin garantiert nicht auf Stimmen aus Kirchheim hört, weil es in Berlin – von den hiesigen Abgeordneten einmal abgesehen – keinen Menschen interessiert, wo Kirchheim unter Teck überhaupt liegt.

Dafür aber wären Gremien wie der Städtetag dringend gefordert, gemeinsam ihre Stimme zu erheben. Denn in anderen Städten dürfte es ja kaum besser aussehen: Wenn aber Kirchheim schon für 680 Leute kaum Wohnraum bereitstellen kann, wie soll das dann für 4 000 beim Familiennachzug möglich sein? Und wie soll es weitergehen, wenn bis 2018 oder 2019 noch einmal so viele Menschen kommen?ANDREAS VOLZ

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