Infoartikel

Tierquälerische australische Schafschur

Über „Mulesing“, ein in Australien gebräuchliches Verfahren, schreibt der Deutsche Tierschutzbund: Um möglichst viel Wolle zu liefern, wurden Merinoschafe auf viele Hautfalten gezüchtet - und sind daher besonders anfällig für den Befall von Fliegenmaden. Die Fliegen legen ihre Eier in die warmen, feuchten, von Kot und Urin verschmutzten, schlecht belüfteten Hautfalten der After- und Genitalregion ab. Dort herrscht für ihre Entwicklung ein optimales Klima. Die geschlüpften Fliegenmaden fressen sich in das lebende Gewebe der Tiere. Es kommt zu schweren Entzündungen und oft zum Tod des Schafes. Besonders bei hohen Außentemperaturen entwickeln sich die Maden schnell.

Zur Vorbeugung werden den Lämmern daher - ohne Betäubung und in der Regel ohne Schmerzmittel - mit einer speziellen Schere Hautfalten um After, Vulva und Schwanz herausgeschnitten. Diese Wunden werden nicht behandelt, sondern müssen von alleine heilen und vernarben. Auf dem Narbengewebe wächst keine Wolle mehr, es bleibt glatt und faltenfrei, sodass Fliegen nicht mehr angelockt werden. Das „Mulesing“ ist eine grausame und schmerzhafte Verstümmelung der Tiere und aus Tierschutzgründen entschieden abzulehnen. Nur zehn Prozent der australischen Merinowolle ist mulesing-frei.ih


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