Kirchheim

Trennscheibe macht Ticketverkauf wieder möglich

ÖPNV Seit Beginn der Corona-Einschränkungen Mitte März waren die Vordertüren in den Bussen gesperrt. Das Unternehmen Schlienz-Tours hat jetzt in Esslingen eine Lösung präsentiert: Eine Trennscheibe für den Fahrer. Damit wird der Ticketverkauf am Einstieg wieder möglich.

Die ersten beiden Busse mit den neuen Trennscheiben fahren bereits. Die Scheibe besteht aus Sicherheitsglas und ist entspiegelt.
Die ersten beiden Busse mit den neuen Trennscheiben fahren bereits. Die Scheibe besteht aus Sicherheitsglas und ist entspiegelt. Präsentiert wurde sie heute in Esslingen. Fotos: Carsten Riedl

Vorerst sind es nur zwei Busse, im Laufe der nächsten Wochen sollen aber alle 1500 Busse im Bereich des Verkehrsverbunds VVS mit diesen Scheiben ausgerüstet werden. Sie sind kratzfest, bruchsicher und entspiegelt. Erhardt Kiesel, Geschäftsführer von Schlienztours, hatte die Entwicklung angestoßen und mit dem TÜV abegstimmt. Jetzt sollen die 2000 Euro teuren Scheiben in möglichst alle Fahrzeuge kommen. "Es war eine große Herausforderung, eine Trennscheibe mit einer dauerhaften Zulassung zu entwickeln", sagt Erhard Kiesel. "Der Bus ist das sensibelste Gefährt im Zulasungsbereich. Eigentlich dürfte zum Schutz des Busfahrers un der Fahrgäste gar nichts angebaut werden", sagt er. 

VVS-Geschäftsführer Horst Stammler freut sich umso mehr über den Fortschritt und die Zulassung. "Wir wollen die sukzessive in alle Busse einbauen lassen", sagt er. Im Sommer hoffe man, damit durch zu sein. Ein Förderprogramm des Landes werde es dazu auch geben. 

Da Problem ist allerdings die Vielfalt Busmodellen. Somit muss die Scheibe jeweils angepasst werden. Die Umsatzzahlen im Bereich der VVS sind durch die Corona-Epidemie dramatisch eingebrochen. Horst Stammler spricht von bis zu 80 Prozent weniger Ticketverkäufen, aktuell sei man wieder bei einem Drittel. 

 

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