Kirchheim

Ungetrübte Großwetterlage am Arbeitsmarkt

Beschäftigung Anstieg der Arbeitslosigkeit im August ist laut Arbeitsagentur lediglich der Jahreszeit geschuldet.

Symbolbild_Agentur für Arbeit_Schild

Region. Die „Großwetterlage“ am Arbeitsmarkt in der Region bleibt gut. Das meldet die Agentur für Arbeit Göppingen. Zwar sind in den Landkreisen Esslingen und Göppingen diesen Monat mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Juli. Im Vergleich zum August des Vorjahres ist die Zahl jedoch um 8,9 Prozent gesunken. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit hat allein jahreszeitliche Gründe“, versichert Thek­la Schlör, Leiterin der Göppinger Arbeitsagentur. Über den Sommer melden sich vermehrt junge Menschen bei der Arbeitsagentur. Die Zahl sinkt wieder, sobald die Betriebe zum September wieder Personal einstellen, Ausbildungen beginnen und das Schuljahr startet. Dies belegen auch die aktuellen Zahlen. So waren im August 46,5 Prozent mehr Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos gemeldet als im Juli. Bei den unter 25-Jährigen waren es 30,8 Prozent mehr.

Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist im Vergleich zum Juli lediglich um 1,3 Prozent gestiegen. Bei den Langzeitarbeitslosen beträgt der Anstieg 0,5 Prozent, bei den schwerbehinderten Menschen 2,1 Prozent.

Insgesamt waren im Landkreis Esslingen im August 9 806 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 6,5 Prozent mehr als im Juli, aber 8,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug im gesamten Bezirk 3,3 Prozent und in Kirchheim 3,1 Prozent. Im August 2017 hatte die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen noch bei 3,6 Prozent gelegen.

Was die freien Stellen angeht, waren im Bezirk der Agentur für Arbeit im August 12 340 freie Stellen gemeldet, das sind 1,5 Prozent weniger als im Juli, aber 5,9 Prozent mehr als im August des Vorjahres.

Auch bei den Lehrstellen gibt es ein Plus. Seit Oktober 2017 wurden 5 812 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Bewerberzahlen sind mit 4 983 um 2,2 Prozent niedriger als im Vorjahr. „Aktuell sind im Bezirk noch viele attraktive Ausbildungsstellen über alle Branchen hinweg frei“, sagt Bettina Münz, Geschäftsführerin und stellvertretende Leiterin der Arbeitsagentur. Wer flexibel und mobil sei, könne auch jetzt noch eine Lehrstelle ergattern.aa

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